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  <title>Julius' Blog (de)</title>
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  <updated>2012-02-22T23:18:56+01:00</updated>
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  <author>
    <name>Julius Plenz</name>
    <email>blog@plenz.com</email>
  </author>
  
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    <title type="html">Bookdump</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-02/bookdump.html" />
    <updated>2012-02-22T20:41:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-02/bookdump</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/img/thinking-kahneman.jpg&quot;
alt=&quot;Cover of Kahneman's »Thinking, fast and slow«&quot;
style=&quot;float:right; margin: 0 0 .7em .3em&quot; /&gt;
Ein Buch, das man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte, ist
&lt;strong&gt;Thinking, fast and slow&lt;/strong&gt; von Nobelpreisträger &lt;strong&gt;Daniel Kahneman&lt;/strong&gt;.
Es ist sicherlich kein sehr mitreißendes Buch, aber auch nicht allzu
trocken oder komplex. Thema des Buches sind die zwei Akteure &lt;em&gt;System
I&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;System II&lt;/em&gt; &amp;ndash; die Intuition, die zwar schnell, dafür aber
ungenau arbeitet und leicht zu täuschen ist, und das, was wir
&quot;angestrengtes Nachdenken&quot; nennen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Wesentlichen geht es darum, was für Mechnismen gewissen für uns
typischen Denkmustern zugrund liegen, wie wir sie analysieren können,
und was für Fehlinformationen sie uns glaubhaft machen können. Als
wissenschaftliche Grundlage dienen dafür Gedankenexperimente, die
großteils auch an Gruppen von Probanden getestet werden. (Jeweils
gegen monetäre Entschädigung, häufig ist die Höhe der Entschädigung
auch Grundlage des Experiments; wer finanziert sowas eigentlich? Und
warum mache ich nie bei solchen Studien mit, wo man durch Beantworten
einiger weniger Fragen ein paar Dutzend Euro erhalten kann? &amp;ndash;)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kahneman erklärt anhand einiger simpler kognitiver Illusionen, denen
wir tagtäglich erliegen und die uns als scheinbar rationale Wesen
objektiv völlig irrationale Handlungen unternehmen lassen, wie wir
diese Illusionen a) erkennen können und teilweise auch b) dagegen
vorgehen können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Buch hat übrigens einen guten Index, so dass ich auch die äußerst
passende Zusammenfassung aus dem Nachwort wiederfinden konnte:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;The way to block errors that originate in System 1 [intuition] is
simple in principle: recognize the signs that you are in a cognitive
minefield, slow down, and ask for reinforcement from System 2 [careful
thinking, as in: doing the math, considering statistics]. This is how
you will proceed when you next encounder the &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCller-Lyer_illusion&quot;&gt;Müller-Lyer
illusion&lt;/a&gt;.
When you see lines with fins pointing in different directions, you
will recognize the situation as one in which you should not trust your
impression of length. Unfortunately, this sensible procedure is least
likely to be applied when it is needed most. We would all like to have
a warning bell that rings loudly whenever we are about to make a
serious error, but no such bell is available, and cognitive illusions
are generally more difficult to recognize than perceptual illusions.
(p. 417)&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Im Nachwort räumt Kahneman übrigens mal eben so mit der &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Chicago_school_of_economics&quot;&gt;Chicago
School&lt;/a&gt;
auf, die ja wesentlich auf der Illusion eines &quot;rationalen Menschen&quot;
aufbaut: &lt;q lang=&quot;en&quot;&gt;The economists of the Chicago school do not face
that problem [whether to protect people from themselves], because
rational agents do not make mistakes. For adherents of this school,
freedom is free of charge.&lt;/q&gt; (p. 412) &amp;ndash; &amp;ndash;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Etwas leichtere Kost war &lt;strong&gt;Philip Roths&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Nemesis&lt;/strong&gt;. Im Sommer 1944
geht es ums Überleben: Für die einen, weil sie in den Krieg ziehen
müssen, für die anderen, weil sie zu jung sind, und sich zu Hause mit
einer Polioepidemie konfrontiert sehen. Auch wenn der Protagonist
diesmal nicht krebskrank in der Midlife-Crisis steckt, gelingt es Roth
doch leider nicht, mal einen Roman zu schreiben, in dem es nicht um
Tod, Verfall und Bedauern über das eigene Leben geht. Nichts also,
womit ich mich identifizieren kann. &amp;ndash; Viel eher kam ich dagegen
mit &lt;strong&gt;Charles Bukowskis&lt;/strong&gt; autobiographischem Character &lt;em&gt;Chinaski&lt;/em&gt; in
&lt;strong&gt;Das Liebesleben der Hyäne&lt;/strong&gt; zurecht: Ein herrliches Buch, das ich an
einem Abend gelesen habe. Hoffentlich bin ich mit 50 auch noch so gut
drauf!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mal wieder zwei nicht zu Ende gelesene Bücher, die mich nicht vom
Hocker gehauen haben: &lt;strong&gt;Thomas Pakenham: Der kauernde Löwe&lt;/strong&gt;, eine
monumentale, aber doch etwas schwerfällige Biographie der Eroberung
und Kolonialisierung der Mitte des afrikanischen Kontinents (also im
Wesentlichen auch die Suche nach der Quelle des Nil) &amp;ndash; &lt;strong&gt;Anne
Michaels: Wintergewölbe&lt;/strong&gt;, ein Roman über den Ab- und Wiederaufbau des
&lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Abu_Simbel_temples&quot;&gt;Abu-Simbel-Tempels&lt;/a&gt;.
Die Abschnitte über die forcierte Umsiedlung der Nubier (und das
Pendant in Kanada) ist spannend und ergreifend, aber alles
pseudo-bedeutungsschwere dazwischen langweilt nach den ersten drei
Seiten, leider.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
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    <title type="html">Bundespräsident</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-02/bundespr%C3%A4sident.html" />
    <updated>2012-02-19T23:33:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-02/bundespräsident</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich vermeide es größtenteils, über Politik zu schreiben. Das liegt
im wesentlichen daran, dass es einfach sehr viele Leute gibt,
deren Tagesgeschäft das ist und die folglich darin um einige
Größenordnungen besser sind als ich. Außerdem ist es so, dass mich die
Beschäftigung mit Politik fast ausnahmslos wütend macht: Täglicher
Politik-Nachrichten-Konsum ist bestens dazu geeignet, den Glauben an
Fortschritt in unserer Gesellschaft zunichte zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aktueller Anlass ist natürlich &lt;a href=&quot;http://tagesschau.de/inland/kandidatensuchebundespraesident106.html&quot;&gt;die Einigung vierer von fünf im
Bundestag vertretenen Parteien auf Gauck als neuen
Bundespräsidenten&lt;/a&gt;.
Man &lt;em&gt;bemüht&lt;/em&gt; sich dort noch nicht einmal, diesem Gauck irgendwelche
Qualitäten, die ihn als Bundespräsidenten auszeichnen würden,
zuzusprechen: &lt;q&gt;Merkel sagte, mit Gauck verbinde sie vor allem die
gemeinsame Vergangenheit in der DDR. Für Gauck habe sich der Weg von
der Kirche in die Politik von fast alleine ergeben. Ihn zeichne aus,
ein &quot;wahrer Demokratielehrer&quot; geworden zu sein.&lt;/q&gt; &amp;ndash; Ja,
Demokratielehrer schön und gut. Aber Aufgabe des Bundespräsidenten
sollte es ja nicht sein, Demokratie zu lehren. Seine Aufgabe sollte es
vor allem auch sein, den Fokus auf Probleme im Land und im politischen
Diskurs zu lenken. Das kann man von Gauck wohl eher weniger erwarten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im wesentlichen scheint ein schlagendes Argument zu sein, dass sich
viele Deutschen Gauck als Präsidenten wünschen. Das klingt auch
vernünftig, bis man &lt;a href=&quot;http://www.nachdenkseiten.de/?p=11012&quot;&gt;die Hintergründe
recherchiert&lt;/a&gt;. Kaliber
&quot;Guttenberg ist so nett&quot;, sag ich nur.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein &lt;em&gt;Pastor&lt;/em&gt; soll Präsident in Deutschland werden. &amp;ndash; Pastoren:
Das sind diejenigen, die professionell, das heißt um ihr täglich Brot
zu verdienen, Tag für Tag, Woche für Woche Unwahrheiten predigen. Das
sind diejenigen Menschen, die die evangelische Kirche repräsentieren
&amp;ndash; und somit im Grunde ihres Wesens &lt;em&gt;gegen&lt;/em&gt; Fortschritt und
Selbstverantwortlichkeit sind. (Man darf sich wohlgemerkt nicht von
der Tatsache blenden lassen, dass auch Gutes aus diesen Kreisen
kommt!) &amp;ndash; &amp;ndash; Wenn wir eines in diesem Land &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; gebrauchen
können, dann einen zahnlosen,
&lt;a href=&quot;http://www.rhein-zeitung.de/startseite_artikel,-Wulff-Nachfolge-Stimmung-gegen-Gauck-im-Netz-_arid,382775.html&quot;&gt;anti-sozialen&lt;/a&gt;,
&lt;em&gt;christlichen&lt;/em&gt; Bundespräsidenten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch wenn man Fefes Ratschläge vielleicht nicht immer erst nehmen
sollte: Die &lt;a href=&quot;https://blog.fefe.de/?ts=b1c0b489&quot;&gt;Nominierung Georg Schramms&lt;/a&gt;
wäre in der Tat &lt;a href=&quot;https://blog.fefe.de/?ts=b1c0b489&quot;&gt;ein Geniestreich&lt;/a&gt;
der Piraten &amp;ndash; &lt;a href=&quot;https://blog.fefe.de/?ts=b1bf98cf&quot;&gt;gewesen&lt;/a&gt;. Ich
habe heute zwei Stunden lang alte TV-Mitschnitte von Schramm geschaut
&amp;ndash; die nota bene alle in öffentlich-rechtlichen Kanälen liefen,
das hat mich doch positiv überrascht! &amp;ndash; und da ist wirklich mal
ein Mann, der mit der Faust auf den Tisch haut, &lt;a href=&quot;http://youtu.be/urvK7_OCpjQ&quot;&gt;ein Loblied auf den
Zorn singt&lt;/a&gt; und &lt;em&gt;wirklicht&lt;/em&gt; etwas zu
sagen hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Update:&lt;/strong&gt; Sag ich doch, andere können das besser. So zum Beispiel Deniz Yücel
in &lt;a href=&quot;https://taz.de/Kommentar-Gauck/!88277/&quot;&gt;seinem Replik&lt;/a&gt; auf die Kritik
Lobos, der dessen &lt;a href=&quot;https://www.taz.de/Kolumne-Besser/!88071/&quot;&gt;Kolumne&lt;/a&gt; kritisierte:
&lt;q&gt;Der Holocaust, meint er [Gauck], ist eine Ersatzreligion der Gottlosen. Damit stellt
er sich in die Tradition von Leuten, die ein Leben und Denken ohne Gott für
unvorstellbar halten und den Nationalsozialismus gerne für ein Produkt der
Gottlosigkeit halten, anstatt darin auch das in Ideologie wie Praxis
modernisierte und radikalisierte Ergebnis des christlichen Antijudaismus zu
erkennen.&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Momente im Winter</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-02/momente-im-winter.html" />
    <updated>2012-02-13T09:26:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-02/momente-im-winter</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;In manchen Momenten hasse ich das Leben hier: Habe gerade eben den Zug
in Dresden verpasst, und der nächste fährt erst in zwei Stunden. Der
Gutschein der Deutschen Bahn, den ich vor ein paar Wochen per Post
bekam und den ich nun einzulösen gedachte, ist nur für Fahrkarten
gültig, deren Wert fünfzig Euro übersteigt (wohlgemerkt &lt;em&gt;nach&lt;/em&gt; 50%
BC-Rabatt) &amp;ndash; hat man ja auch eher seltener, wenn's keine ganz
große Reise ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und so sitze ich am Hauptbahnhof bei frostigen Graden. Na immerhin
macht es sich bezahlt, dass ich UMTS eingerichtet habe &amp;ndash; das
funktioniert nämlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wäre doch bloß Sommer, dann wär's sicher ganz angenehm hier.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
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    <title type="html">Fragen</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-02/fragen.html" />
    <updated>2012-02-02T22:42:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-02/fragen</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Gute Vortragende &amp;ndash; seien es Dozenten, Professoren oder einfach
nur Leute, die etwas referieren oder präsentieren &amp;ndash; zeichnen
sich unter anderem dadurch aus, dass sie mit den Zuhörern
interagieren, an den richtigen Stellen Pausen machen und
weiterführende Fragen stellen, statt monoton zu reden. Man kann dieses
&quot;Fragen stellen&quot; aber in zweierlei Hinsicht falsch bzw.
kontraproduktiv einsetzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zunächst sind Suggestivfragen nur teilweise angebracht. Fragen wie
&quot;Fällt Ihnen hieran etwas auf?&quot;, die bewirken sollen, dass das
Publikum die Situation kritisch unter die Lupe nimmt und eventuelle
Ungereimtheiten aufspürt, sind gut. Aber rhetorisch anmutende Fragen
wie &quot;Alles verstanden?&quot;, bei denen spürbar wird, dass ein &lt;em&gt;Ja&lt;/em&gt; erwartet
wird, sind meist nicht produktiv: Die wenigsten werden sich melden,
falls sie etwas nicht verstanden haben, und der Vortragende wiegt sich
in falscher Sicherheit. Eine gute Alternative ist: &quot;Gibt es Fragen bis
hierher?&quot;, und eine anschließende kleine Besinnungspause.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In meinen Augen wirklich desaströs ist eine zu lose, offene, aber
zugleich extrem erwartungsvolle Fragetaktik. &quot;Wie können wir X
erreichen?&quot;, ohne dass das Auditorium auch nur ansatzweise weiß, wie
das Problem angegangen werden kann. Dann macht sich Verwirrung breit,
und spätere Fragen, die möglicherweise sehr einfach zu beantworten
sind, werden möglicherweise gar nicht oder zumindest nur sehr zögerlich
beantwortet, weil das Publikum meint, die Fragestellung missverstanden
zu haben, genau &lt;em&gt;weil&lt;/em&gt; die Lösung auf der Hand liegt. &amp;ndash; Das
lähmt die Interaktion nachhaltig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwei solcher Fragen, die eine kaum zu beantworten, die nachfolgende
trivial, seien hier als Beispiel angeführt:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;ndash; Was haben wir nun für ein Problem bei der kanonischen Wahl der
Basis des Tangentialraumes? (Gesuchte Antwort: Weil &lt;em&gt;M&lt;/em&gt; nicht in einem
umgebenden Raum betrachtet werden kann, muss T&lt;sub&gt;p&lt;/sub&gt;M mit Hilfe
von Äquivalenzklassen der Differentiale von Kurven, die in &lt;em&gt;M&lt;/em&gt; durch
&lt;em&gt;p&lt;/em&gt; verlaufen, untersucht werden.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;ndash; Welche Struktur hat T&lt;sub&gt;p&lt;/sub&gt;M dann? (Gesuchte Antwort:
Vektorraumstruktur.)&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
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    <title type="html">Pizzabäcker</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-02/pizzab%C3%A4cker.html" />
    <updated>2012-02-01T00:31:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-02/pizzabäcker</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;In letzter Zeit mache ich mehrmals pro Woche selbst Pizza. Das
schmeckt nicht nur besser und ist viel billiger als Fertigpizza, es
macht auch einfach Spaß und hat etwas meditatives.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich mache einmal die Woche Teig aus einem Würfel Hefe, ca. 700g Mehl
und 0.35L Wasser &amp;ndash; der reicht für drei große Pizzen. (Den Teig
eine Stunde gehen lassen, ab dann aber im Kühlschrank abgedeckt
aufbewahren!)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/img/pizza0.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/pizza0.thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;/img/pizza1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/pizza1.thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/img/pizza2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/pizza2.thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;/img/pizza3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/pizza3.thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/img/pizza4.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/pizza4.thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;/img/pizza5.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/pizza5.thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/img/pizza6.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/pizza6.thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;/img/pizza7.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/pizza7.thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/img/pizza8.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/pizza8.thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;/img/pizza9.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/pizza9.thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lecker!&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
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    <title type="html">Krebsgeschwüre dieser Welt</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-01/krebsgeschw%C3%BCre-dieser-welt.html" />
    <updated>2012-01-30T19:47:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-01/krebsgeschwüre-dieser-welt</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich habe eben versucht, meinen altes Notebook auf Ebay einzustellen.
Schließlich und endlich &lt;a href=&quot;http://www.ebay.de/itm/Gebrauchtes-IBM-Thinkpad-X41-12-1-Docking-Station-zwei-Netzteilen-/110817677671&quot;&gt;hat es dann auch
geklappt&lt;/a&gt;.
Nicht, dass das einfach war: Anscheinend kann man den Ebay Richt Text
Editor nicht mit Firefox benutzen. Zumindest ich kann das nicht.
Deswegen konnte ich keine Artikelbeschreibung einstellen.
Mangels Alternativen habe ich dann Windows XP in einer KVM gebootet,
und das Angebot mit dem Internet Explorer erstellt. Der funktioniert
aber auch nur teilweise: Das Tutorial über die neue Art und Weise, wie
eBay Geld überträgt, musste ich durch&quot;klicken&quot;, indem ich oben in der
URL die &lt;code&gt;pageNr&lt;/code&gt;-Parameter hochgezählt habe. Die &quot;Weiter&quot;-Buttons
waren leider nicht sichtbar, außer auf der letzten Seite.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe lange nicht mehr eine so inkompetent aufgebaute und
unübersichtliche Seite wie eBay benutzt. Ein pures Wunder, wie das
Leute tagtäglich benutzen können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Merken die Leute nicht, dass es benutzbare und unbenutzbare Webseiten
gibt? Gibt eBay kein Geld für Usability-Tester aus?! &amp;ndash;
Unbegreiflich für mich.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Kamikazes</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-01/kamikazes.html" />
    <updated>2012-01-30T00:03:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-01/kamikazes</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Gerade mal zweistellige View-Zahlen? Das wundert mich. &amp;ndash; Ich embedde das
mal direkt, vielleicht hilft das...&lt;/p&gt;

&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/yMiQsmnMKBU&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;




&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/IrAi7UUpfps&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;




&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/xOzgFjLleVk&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;

</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Rapzeugs</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-01/rapzeugs.html" />
    <updated>2012-01-22T17:56:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-01/rapzeugs</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Was so liegen geblieben ist:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Marsimotos Release war ja noch viel krasser gehypet als &lt;em&gt;23&lt;/em&gt; von
Sido und Bushido. Leider ist auf der Platte im wesentlichen das
durchgekommen, was ich nicht mag. Hat mich also nicht vom Hocker
gehauen, wobei &lt;a href=&quot;http://vimeo.com/34148292&quot;&gt;der Film&lt;/a&gt; teilweise
ziemlich cool war. &quot;I got five&quot; ist die erwähnenswerte Ausnahme.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Letzte Woche habe ich &lt;a href=&quot;http://blutzbruedaz-film.de/&quot;&gt;Blutzbrüdaz&lt;/a&gt;
gesehen. Lohnt sich auf jeden Fall, und ist irgendwie ein lustiger
Mix aus Realität und Fantasie.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Was momentan aus Wuppertal kommt ist wirklich der Hammer. Prezident
hat mal eben so sein komplettes Album &lt;em&gt;Querschläger&lt;/em&gt; &lt;a href=&quot;http://www.whiskeyrap.de/&quot;&gt;online
gestellt&lt;/a&gt;. Und auch Mythos und Antagonist
aka. Kamikazes haben &lt;a href=&quot;http://meinrap.de/2011/11/20/exklusiv-kamikazes-koenigsmische-download/&quot;&gt;ein Mixtape online
gestellt&lt;/a&gt;,
das Albumpotential hat. Verdammt gut.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;


&lt;p&gt;Bei mir läuft die Königsmische auf Repeat.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Wenn der kleine Hunger kommt...</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-01/wenn-der-kleine-hunger-kommt.html" />
    <updated>2012-01-17T20:11:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-01/wenn-der-kleine-hunger-kommt</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;... Rucolasalat mit Tomaten!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/img/rucolasalat.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/rucolasalat.thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">&quot;Wofür Deutschland Krieg führen darf. Und muss.&quot;</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-01/wof%C3%BCr-deutschland-krieg-f%C3%BChren-darf-und-muss.html" />
    <updated>2012-01-08T20:48:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-01/wofür-deutschland-krieg-führen-darf-und-muss</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/img/ulrich-deutschland-krieg-streitschrift.jpg&quot;
style=&quot;margin:0 .7em .2em 0; float:left;&quot; /&gt;
Ich habe unter der Woche &lt;strong&gt;Bernd Ulrichs&lt;/strong&gt; Streitschrift &lt;strong&gt;Wofür Deutschland Krieg
führen darf. Und muss.&lt;/strong&gt; vom Oktober 2011 gelesen. Das Buch war für mich unter
mehreren Aspekten interessant. Einerseits beleuchtet es die
Hintergründe der Kriege, die ich damals als Kind noch nicht
mitbekommen habe &amp;ndash; den Namen UÇK kannte ich zwar aus den
Nachrichten, wusste aber damit nichts zu verbinden &amp;ndash; und
bietet so eine gute Perspektive auf die jüngere Deutsche Geschichte,
gerade auch in Hinblick auf die Auswirkungen der Wiedervereinigung auf
die geopolitische Sicherheitslage Europas und der Welt, sowie das
politische Selbstbewusstsein Deutschlands. Andererseits meldet sich
hier aus der Generation meiner Eltern ein Kriegsdienstverweigerer und
ehemaliger Mitarbeiter des Fraktionsvorstandes der Grünen im Deutschen
Bundestag zu Wort, der mittlerweile stellvertretender Chefredaktuer
und Leiter des Politik-Ressorts der Zeit ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ganze ist flüssig zu lesen, aber natürlich kontrovers &amp;ndash; und
das soll es ja auch sein. Zunächst muss gesagt werden, dass das Buch
eine Reihe interessanter Einsichten enthält, die auch sehr treffend
ausformuliert sind. Über die Tatsache, dass sich in der deutschen
Bevölkerung nur sehr schwierig eine stabile Mehrheit für einen Einsatz
der Bundeswehr finden lässt, bemerkt er ganz richtig (S. 53):&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Hinzu kommt ein ganz profaner Umstand. In Deutschland finden
unablässig irgendwelche Wahlen statt, weshalb eine kriegführende
Bundesregierung einem andauernden Plebiszit ausgesetzt ist, das sie
nur überstehen kann, solange andere als die militärischen Fragen
wahlentscheidend sind.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Und weiter:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Die Regierung wird infolgedessen dazu tendieren, die Fragen von
Krieg und Frieden möglichst nicht zu thematisieren, ja, ihre
Thematisierung aktiv zu verhindern.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Eine weitere interessante Beobachtung stellt Ulrich über die
&quot;spezielle Verbindung&quot; zwischen Deutschland und Israel an (S. 73):&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;In der wachsenden Distanz zu Israel und in die zunehmende Skepsis
gegen Militäreinsätze hinein bringt nun die Merkel-Doktrin
Deutschland näher an einen Militäreinsatz für Israel. Hier liegt
eine enorme latente Spannung.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Schaut man auf das Inhaltsverzeichnis, so kann man das Buch in einige
wesentliche Thesen zusammenfassen:&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Aufweichung der Bündnistreue: Emanzipation von der Bündnispflicht,
hin zu Von-Fall-zu-Fall-Entscheidungen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Kriege im Irak und in Afghanistan waren falsch; die auf dem
Balkan und in Libyen richtig.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Künftige Militäreinsätze im Ausland sollten &quot;Polizeicharakter&quot;
haben, Völkerrecht ist teilweise überholt.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;


&lt;p&gt;Meine Generation, also die zur Zeit des Niedergangs der DDR oder nach
dem Mauerfall Geborenen, sind in meinen Augen sehr pazifistisch
eingestellt, und das ist gut so. Rundheraus würde ich sagen: Krieg ist
immer falsch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Leider stimmt das nicht. Ja, wenn man an all die Kriege denkt, die
Amerika so geführt hat im Südosten Asiens, oder wie die Kriege in
Afghanistan und dem Irak laufen: das ist abgrundtief falsch. &amp;ndash;
Andererseits muss man sich immer wieder den
&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_in_Ruanda&quot;&gt;Ruandischen Genozid&lt;/a&gt;
vor Augen halten, und die damalige
&lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Rwandan_Genocide#United_Nations&quot;&gt;Passivität der UN&lt;/a&gt;.
Dadurch, dass westliche Mächte nicht eingegriffen haben, &lt;em&gt;obwohl&lt;/em&gt; sie
ziemlich gut wussten, dass ein riesiger Völkermord passierte, &lt;em&gt;das&lt;/em&gt; ist
unverantwortlich. &amp;ndash; Wenn man sagt &quot;Krieg ist in keinem Fall
tragbar&quot;, dann öffnet man dem Kulturrelativismus Tür und Tor. Profan
ausgedrückt, sagt man: &quot;Lass die Anderen doch mit sich selbst
klarkommen. Wenn sie sich abschlachten, dann ist das nicht mein
Problem, und nicht einmal notwendigerweise falsch.&quot; &amp;ndash; eine
solche Einstellung ist sehr, sehr gefährlich. Von daher ist für den
Pazifisten die Fragestellung, ob es &lt;em&gt;überhaupt&lt;/em&gt; legitime Kriege gibt,
eine sehr viel schwierigere, als sie auf den ersten Blick scheint.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Nachhinein kann man möglicherweise sagen, dass der Einsatz der
Bundeswehr als Teil des NATO-Bündnisses in Libyen gerechtfertigt
gewesen wäre. &lt;a href=&quot;http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15493120,00.html&quot;&gt;Der Einsatz ist mittlerweile
beendet&lt;/a&gt;, und
der Aufbau des Landes kann beginnen. Wenn ein Präsident die Luftwaffe
gegen das eigene Volk einsetzt, dann sollte es schwer sein,
wegzuschauen. &amp;ndash; Natürlich muss man sich überlegen,
&lt;a href=&quot;http://img.dailymail.co.uk/i/pix/2007/12_02/gaddafiEPA1012_468x533.jpg&quot;&gt;wer&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.chinadaily.com.cn/world/images/attachement/jpg/site1/20090710/0013729e48090bc1321e37.jpg&quot;&gt;denn&lt;/a&gt;
die Machtposition Gaddafis über Jahrzehnte gefestigt hat. Aber man
kann und darf die Frage nach militärischer Intervention nicht mit
einer antiimperialistischen Floskel à la &quot;hätten wir nicht X gemacht
... wäre nicht Y passiert&quot; abtun. Dort sterben Leute.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich tue mich auch schwer in der Frage, zumal ich von einer anderen
Prämisse ausgehe, was die Situation zugegebenermaßen leichter macht:
Ich empfinde nichts für das Staatenkonstrukt Deutschland. Deutsche
Kultur, insbesondere die deutsche Sprache und Literatur, sowie
klassische Musik bedeutet mir etwas &amp;ndash; das geht aber über
Staatengrenzen hinaus. Der Großteil von Deutschland &amp;ndash; das heißt,
alles außerhalb von Hamburg und Berlin &amp;ndash; bedeutet mir
&lt;em&gt;nichts&lt;/em&gt;, ganz einfach &lt;em&gt;nichts&lt;/em&gt;. Ich habe da schließlich nie
gelebt. Aber ohne die Grundlage von konstruierten Staaten, die
gemeinsam agieren, entfällt natürlich die Notwendigkeit zur
Verantwortung gegenüber anderen Staaten &amp;ndash; es bleibt die
Verantwortung von Menschen gegenüber anderen Menschen, und dort sind
die Menschenrechte ein ziemlich allgemein akzeptierter Konsens.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch einige spannende
Einsichten, auch in das Wirken von Presse und Politik, bereit hält.
Und es ist beeindruckend zu sehen, wie ein ehemaliger überzeugter
pazifistischer Aktivist heute Kriege zu legitimieren versucht.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Bookdump</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-01/bookdump.html" />
    <updated>2012-01-05T19:56:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-01/bookdump</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich habe erstaunlich wenig gelesen die letzten paar Monate. Außerdem
habe ich zwei Bücher nicht zu Ende gelesen, was sonst gar nicht meine
Art ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die unfertigen Bücher: &lt;strong&gt;David Foster Wallace: The Pale King&lt;/strong&gt;, war
mir viel zu unklar und querbeet. Man muss sich vorstellen, dass jemand
das Thema &quot;Boredom&quot; am Beispiel einer merkwürdigen Ansammlung von
Steuereintreibern im Illinois der '70er Jahre veranschaulichen will.
Und das Buch ist, nicht zuletzt aufgrund seiner Sprache, unglaublich
schwer lesbar. Typisch DFW, nur nicht mitreißend. (Konstant lustig ist
nur die Situationen, in die &quot;David Wallace&quot; aufgrund der
Namensverwechslung gerät.) &amp;ndash; Dann habe ich mir auf einer
Zugfahrt große Teile von &lt;strong&gt;Michail Bulgakow: Der Meister und
Margarita&lt;/strong&gt; gegönnt. Aber über der Hälfte, und als sie Besen reitend
noch immer Unsinn reden, habe ich das Buch wieder weg gelegt. Ich habe
von dem Autor mehr erwartet, nachdem mir mehrere Leute von ihm
vorgeschwärmt hatten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einen weiteren Roman habe ich von &lt;strong&gt;Bret Easton Ellis&lt;/strong&gt; gelesen:
&lt;strong&gt;Less than Zero&lt;/strong&gt;. Der war wesentlich besser als &quot;The Rules of
Attraction&quot;: Einfach mehr, und bessere Dekadenz. &amp;ndash; Auch von
&lt;strong&gt;Irvin D. Yalom&lt;/strong&gt; habe ich ein zweites Buch gelesen, nachdem mir &quot;Und
Nietzsche weinte&quot; sehr, sehr gut gefallen hatte. (Der Film ist
keinesfalls zu empfehlen.) &lt;strong&gt;Die Schopenhauer-Kur&lt;/strong&gt; ist nicht
historisch, dafür mit allerlei historischen Notizen gespickt. Ein
schöner Roman.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Peter Seibel: Coders at Work&lt;/strong&gt; ist ein schönes Buch: In 20
Interviews stellen sich Programmiergrößen wie Jamie Zawinsky und auch
Donald Knuth einem ganzen Katalog von Fragen: Debuggen via
Single-Stepping, oder doch lieber Quick'n'dirty-Print-Statements?
Editor oder IDE? Was war der härteste Bug, den sie je behoben haben?
&amp;ndash; Alles in allem der wunderbare Beweis dafür, dass diese Leute
auch nur Menschen sind, außerdem gibt es Gelegenheit, über das eigene
Codeschreiben zu reflektieren, und eventuell gewisse Fallstricke bei
der Projektplanung bei Anderen wie bei sich selbst aufzudecken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(Ich habe dieses Buch als Anlass genommen, mir &lt;strong&gt;The Art of Computer
Programming&lt;/strong&gt;, Band 1, zu kaufen. Ob sie dieses Buch gelesen haben
wurden nämlich auch fast alle gefragt. Durch den &quot;harten, mathematischen
Teil&quot; bin ich schon gut durchgekommen, aber mit dem MIX-Teil habe ich
erst ein bisschen begonnen.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;David Foster Wallace: Everything and More&lt;/strong&gt; ist grandios. Es ist der
erste Nicht-Roman, den ich von DFW gelesen habe. Im wesentlichen geht
es um die Eigenschaften der reellen Zahlen, die einen
Mathematikstudenten im ersten Semester in Analysis I tage-, wenn nicht
sogar wochenlang beschäftigen: Wie kann es sein, dass es unendlich
viele rationale Zahlen sind, sie aber 0% der reellen Zahlen ausmachen?
Wie kann es verschiedene &quot;Größen&quot; von Unendlichkeit geben? &amp;ndash; Das
ganze bettet DFW liebevoll in einen historischen Kontext und
mathematisch nicht ganz präzise, aber doch wunderbar verständliche,
selbst erfundene Notation ein. Schon der Untertitel deutet einiges an
Sprachwitz an: &lt;em&gt;A Compact History of Infinity&lt;/em&gt;. Für
Mathematikinteressierte definitiv zu empfehlen!&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Kindergeld ab jetzt einkommensunabhängig</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2012-01/kindergeld-ab-jetzt-einkommensunabh%C3%A4ngig.html" />
    <updated>2012-01-03T17:07:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2012-01/kindergeld-ab-jetzt-einkommensunabhängig</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Seit dem 1. Januar wird das Kindergeld unabhängig vom Einkommen des
Kindes gewährt. Damit fällt die bisherige Grenze von 8.004 Euro pro
Jahr weg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe ja keine Ahnung von Jura und den Techniken von Juristen. Aber
es sieht mir so aus, als ob da sehr, sehr wenig automatisiert wurde
bisher. Als naiver, und (im positiven Sinne) fauler, technisch
versierter Mensch, stelle ich mir das so vor:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Öffne BKGG.txt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Klicke auf &quot;Unterschiede zur vorherigen Version&quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Finde, dass der Paragraph über die 8.004 Euro ersetzt wurde&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;


&lt;p&gt;Aber: denkste! Nach zehn Minuten Recherche bin ich in etwa so weit:
Das &quot;Steuervereinfachungsgesetz 2011&quot; wurde &lt;a href=&quot;http://www.treffpunkteltern.de/article.php?sid=1173&quot;&gt;am 19. Juni
2011&lt;/a&gt;
beschlossen, und im &lt;a href=&quot;http://www.buzer.de/gesetz/9913/index.htm&quot;&gt;BGBl. I S. 2131 (Nr.
55)&lt;/a&gt; im &lt;a href=&quot;http://www.buzer.de/gesetz/9913/a173142.htm&quot;&gt;Artikel
12&lt;/a&gt; bekannt gegeben. (Das
Original im PDF gibt es &lt;a href=&quot;http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous3256023226382&amp;amp;bk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;amp;name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F2011%2FNr.%2055%20vom%2004.11.2011%2Fbgbl111s2131.pdf&quot;&gt;hier von
bgbl.de&lt;/a&gt;.)
Das liest sich so:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;2. § 2 wird wie folgt geändert:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;a) In Absatz 2 werden die Sätze 2 bis 10 durch die folgenden Sätze
ersetzt:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;„Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung und eines
Erststudiums wird ein Kind in den Fällen des Satzes 1 Nummer 2 nur
berücksichtigt, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Eine
Erwerbstätigkeit mit bis zu 20 Stunden regelmäßiger wöchentlicher
Arbeitszeit, ein Ausbildungsdienstverhältnis oder ein geringfügiges
Beschäftigungsverhältnis im Sinne der §§ 8 und 8a des Vierten Buches
Sozialgesetzbuch sind unschädlich.&quot;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Ahh, gut, denke ich mir &amp;ndash; und was stand denn ehemals in § 2, Abs.
2, Satz 2&amp;ndash;10 BKGG? &lt;a href=&quot;http://www.gesetze-im-internet.de/bkgg_1996/__2.html&quot;&gt;Jetzt steht da nämlich natürlich nur die
neue Fassung!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Immerhin kann &lt;a href=&quot;http://buzer.de&quot;&gt;buzer.de&lt;/a&gt; schonmal alle Gesetze, die
ein anderes Gesetz ändern, auflisten, also eine Art Versionshistorie:
&lt;a href=&quot;http://www.buzer.de/gesetz/1166/l.htm&quot;&gt;Änderungen am BKGG&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Leider&lt;/em&gt; kann man aber nicht einfach die vorherige Version via der
&lt;a href=&quot;http://archive.org/&quot;&gt;Wayback Machine&lt;/a&gt; aufrufen, denn &lt;a href=&quot;http://www.buzer.de/robots.txt&quot;&gt;die robots.txt
von bauzer.de&lt;/a&gt; liest sich u.a. so:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;User-agent: ia_archiver
Disallow: /
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Großartig. Justlaw.de haben genau den gleichen Eintrag. Dejure.de ist nur
zweimal in 2006 archiviert worden, das hilft auch nicht wirklich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie komme ich nun an ein Text-Diff? Unter &lt;a href=&quot;http://www.recht-in.de/gesetz/bkgg_2007_bundeskindergeldgesetz_inhaltsverzeichnis.html&quot;&gt;recht-in.de gibt es
prinzipiell die Möglichkeit, eine alte Version
abzurufen&lt;/a&gt;,
nur leider wurden aufgrund der Beendigung der Kooperation mit der
Rechtsdatenbank&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;[w]ie bereits angekündigt ... alle Urteile, Gesetze und Kommentare von
recht-in.de entfernt. Wir bedanken uns für das entgegengebrachte
Vertrauen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Dang!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Durch Zufall stoße ich auf lexetius.com, und da gibt es &lt;em&gt;genau&lt;/em&gt;
das, was ich brauche, zum Beispiel hier die &lt;a href=&quot;http://lexetius.com/PfandBG/1#text-sign6&quot;&gt;Gegenüberstellung der
alten und neuen Version des
PfandBG&lt;/a&gt; &amp;ndash; leider nur
ist das BKGG nicht aufgeführt. Der Mensch, der das gemacht hat, wurde
anscheinend auch &lt;a href=&quot;http://www.jurawiki.de/BestesFreiesJuristischesInternetProjekt2009#Nominierungen&quot;&gt;für einen Preis auf dem EDV-Gerichtstag 2009
nominiert&lt;/a&gt;.
Wonach ich also suche, ist ein Gesetz in &quot;historisch-synoptischer
Edition&quot;. Sowas gibt es für das BGB auch als
&lt;a href=&quot;http://delegibus.com/2008,2.pdf&quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;, von dem Autor
von lexetius.com.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und endlich, schließlich, nach über vierzig Minuten Recherche und mit
dem neuen Stichwort &quot;synoptisch&quot; bzw. &quot;Synopse&quot; lande ich via
Google(!), weil ich das Nutzerinterface zunächst nicht kapiert hatte,
wieder bei &lt;strong&gt;buzer.de&lt;/strong&gt;. Dort sieht die Gesetzesänderung so aus (Link
hinter dem Bild geht zur Seite):&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.buzer.de/gesetz/1166/al31836-0.htm&quot;&gt;&lt;img
src=&quot;/img/vergleichstext_bkgg.png&quot; width=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wow. Diese Seite muss ich mir wirklich merken!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was habe ich gelernt? &amp;ndash; Auch wenn ich es niemals vorhatte, merke
ich doch, wie richtig es war, &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; Jura zu studieren. Und ich muss
mir dieses Jahr keine Sorgen um eventuelle Kindergeldrückzahlungen
machen.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">28C3, Tag 3 und 4</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-12/28c3-tag-3-und-4.html" />
    <updated>2011-12-30T19:36:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-12/28c3-tag-3-und-4</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich war ehrlich gesagt die letzten beiden Tage nicht im bcc, sondern habe nur
von zu Hause Streams geschaut. Den letzten Congress über war ich
komplett beschäftigt, hatte immer was zu tun, bin zu nichts gekommen
&amp;ndash; und dieses Jahr sind so gut wie alle Leute, die ich sonst
immer dort getroffen habe, nicht da gewesen. Die Atmosphäre ware
gefühlt nicht so nett wie noch die vergangenen Jahre.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die &lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4746.en.html&quot;&gt;Bitcoin-Analyse&lt;/a&gt; war nett und aufschlussreich. Aber auch hier
gab es direkt Contra im Publikum und vor allem im IRC &amp;ndash; ich weiß
da nie so recht, was man glauben soll. Interessant, dass sie den Fakt
gebracht haben, dass &lt;a href=&quot;http://falkvinge.net/2011/05/29/why-im-putting-all-my-savings-into-bitcoin/&quot;&gt;Rick Falkvinge seine Altersvorsorge in BTC
angelegt
hat&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der &lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4663.en.html&quot;&gt;&quot;Cellular protocol stacks for Internet&quot;&lt;/a&gt;-Talk war sicherlich
aufschlussreich, wenn man durch die ganzen Akronyme durchgestiegen
ist. Ich habe nichts verstanden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4751.en.html&quot;&gt;&quot;The Hack will not be televised?&quot;&lt;/a&gt; war eine nette Kollektion von
Filmen, von denen ich einige auch noch nicht gesehen hatte. Der
Fnord-Jahresrückblick war ganz nett.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe mir extra den Wecker gestellt, um nach nur fünf Stunden
Schlaf für den Talk um 13:30 aufzustehen, &lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4587.en.html&quot;&gt;&quot;bup: Git for
backups&quot;&lt;/a&gt;. Leider gab es keine Demo, und nur wenige Informationen,
die über das Lesen der Doku hinausgingen.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">28C3, Tag 2</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-12/28c3-tag-2.html" />
    <updated>2011-12-29T03:31:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-12/28c3-tag-2</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Heute nicht so viele Talks geschaut. &lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4735.en.html&quot;&gt;&quot;Reverse-engineering a Qualcomm
baseband&quot;&lt;/a&gt; war irgendwie verdammt cool &amp;ndash; einen GDB an den Debug-Port
eines USB-3G-Adapters anschließen und allerlei Disassembly-Magie betreiebn
&amp;ndash; aber leider (sprachlich) schwer zu verstehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Nachfolgende Talk, &lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4660.en.html&quot;&gt;&quot;Post Memory Corruption Memory Analysis&quot;&lt;/a&gt;,
hatte unglaubliches Potenzial. Den Menschen hätte man mal zwei Stunden
lange reden lassen sollen. Leider konnte er nur einen kleinen Teil
seiner 90 Folien zeigen, und war glaube ich von der ziemlich
unwissenden Audienz ein wenig geschockt. Ist nunmal nicht die
Blackhat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe mich das erste Mal mit
&lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Position-independent_code&quot;&gt;PIE&lt;/a&gt;
außerhalb von &lt;code&gt;-fPIC&lt;/code&gt; auseinandergesetzt, was ja im ersten Moment
nicht schlecht klingt. Sein Exploit habe ich nicht so 100% verstanden.
Die Technik aber ist super-elegant: Einfach den Prozess einhundert Mal
wegforken, überprüfen, wo die Adressen anlaufen, und daraus eine
höchstwahrscheinliche Stelle finden. Simpel, aber scheint gut zu
funktionieren.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Abschreiben</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-12/abschreiben.html" />
    <updated>2011-12-28T17:37:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-12/abschreiben</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Erst dachte ich, dass ich einfach bloß vergessen hätte, dass ich heute
schon die taz gelesen hatte. Der komplette Artikel inklusive diverser
Formulierungn kam mir bekannt vor. Aber dann habe ich nochmal
nachgeschaut, und der Artikel &lt;a href=&quot;http://taz.de/CCC-Kongress-zu-berwachung-beginnt/!84441/&quot;&gt;&quot;Liebesaffäre&quot; mit
Diktatoren&lt;/a&gt;
(taz) und &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/digital/2011-12/ccc-jahreskongress-software&quot;&gt;&quot;Liebesaffäre zwischen westlichen Technologie-Unternehmen
und Diktatoren&quot;&lt;/a&gt; (Zeit online)
ist in vielen Teilen fast im Wortlaut gleich. Einzelne Sätze sind
korrigiert bzw. hinzugefügt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ehrlich? Liefert die DPA so gut vorstrukturierte Artikel, dass man da
nur noch einen Absatz reinfüllen muss, und das als &quot;eigenes&quot; verkaufen
kann?&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">28C3, Tag 1</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-12/28c3-tag-1.html" />
    <updated>2011-12-28T03:29:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-12/28c3-tag-1</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Die Rechnung &quot;Lange schlafen und &lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4897.en.html&quot;&gt;Keynote&lt;/a&gt; mit Laptop im Bett gucken&quot; ging
nichtso ganz auf: Das Netz im bcc war flaky und deshalb kamen die FEM-Streams
nicht aus dem Gebäude heraus. Dafür in Ruhe geduscht.
Der nachfolgende &lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4876.en.html&quot;&gt;Talk von Anne Roths&lt;/a&gt; war interessant &amp;ndash; ich
hatte die wesentlichen Aspekte der Dresden-Affäre gar nicht so
wirklich mitbekommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Vortrag über &lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4799.en.html&quot;&gt;die Sicherheit von Eisenbahnnlagen&lt;/a&gt; war
interessant und unheimlich zugleich. Bei auf physikalischem Kontakt
oder simplen Induktionen basierenden Notbremssystemen haben Saboteure
auf offener Strecke ja wirklich ein &lt;em&gt;leichtes&lt;/em&gt; Spiel. (Sidefact: Dass
Sitzplatzreservierungen in den ICEs immer noch per Diskette
eingespielt werden lässt auch ein bisschen erahnen, wie &quot;modern&quot; die
Technik der Bahn bisweilen ist.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Talks hatte ich von zu Hause mit den mittlerweile funktionierenden
Streams geguckt. Dann wollte ich schnell ins bcc los, um einen Platz
in Saal 1 zu finden. Hat leider nicht geklappt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Daraufhin saß ich für den zweiten Part der Talks auf Ebene A mit
Kabelnetz und habe weiter Streams geschaut. Den
&lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4901.en.html&quot;&gt;Staatstrojaner-Talk&lt;/a&gt; habe ich nur teilweise gehört, den Großteil
der Details hatte ich aber auch schon in der Entstehung verfolgt, von
daher nicht viel neues.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4766.en.html&quot;&gt;Travis' Talk über PIP-Exploits&lt;/a&gt; war hingegen äußerst interessant.
Schaut euch den am besten selbst an (z.B. beim
&lt;a href=&quot;http://ondemand.28c3.fem-net.de/&quot;&gt;FEM-On-Demand-Stream&lt;/a&gt;). Die
wesentliche Idee, die man im Hinterkopf behalten sollte: Man kann
prinzipiell, und wenn man genügend Bandbreite hat, Radio-Frames ohne
Radio-Equipment verschicken &amp;ndash; also IP-Pakete schicken, die mit
gewisser Wahrscheinlichkeit als andere Pakete aufgefasst werden, wenn
Sie über Wireless-Equipment an den Empfänger geschickt werden. Das
ganze ist standards-compliant und ist ein (OSI-)Level-1-Exploit.
Beeindruckend.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Pause habe ich mir einen Sitzplatz organisiert in Saal 1. Der
anschließende Talk, &lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4848.en.html&quot;&gt;The coming war on general computation&lt;/a&gt;, war
nicht neu, aber rhetorisch sehr gut (ohne Slides). Ich habe allerdings
nur mit halbem Ohr zugehört. Zum Glück gibt es solche Leute, die sich
mit lernresistenten Politikern und Lobbyisten herumschlagen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei &lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4736.en.html&quot;&gt;Karsten Nohls Talk&lt;/a&gt; konnte man schon im Voraus davon
ausgehen, dass etwas beeindruckendes präsentiert werden würde. Das war
dann auch so. Wie bei den beiden vorherigen Talks gilt wieder:
Dringend anschauen, und sich im Klaren darüber sein, dass GSM im
wesentlichen kaputt ist. Oh, und: In Zukunft die Handyrechnung mal
genauer untersuchen, wenn sie erstaunlich hoch ist. ;-)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Danach kam &lt;a href=&quot;https://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4930.en.html&quot;&gt;Dan Kaminskys &quot;Black Ops of TCP/IP 2011&quot;&lt;/a&gt;. Dan hat
häufig interessante Ideen aber hat irgendwie weder primärquellen oder
veröffentlicht Resultate so, dass sie auffindbar oder nachvollziehbar
wären. (Eine Ausnahme, die mir einfällt, ist das DNS-Tunneling-Tool
OzymanDNS.) Der Talk ging zunächst um BitCoins, an denen er eineige
mehr oder weniger interessante und geeky-lustige Feststellungen
machte. Schließlich kam er dann doch noch auf TCP/IP zu sprechen, um
später auch noch etwas zu Net-neutrality/QoS zu erzählen. Interessante
Anregungen &amp;ndash; aber irgendwie nicht so wirklich aufschlussreich.
Dazu kommt, dass er schnell redet &lt;em&gt;und&lt;/em&gt; gleichzeitig andere Infos auf
den überfüllten Slides stehen hat. Eins zur Zeit geht, beides nicht...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die nachfolgende Pentanews Game Show war gefühlt schlechter und
schlechter programmiert (vom Interface her) als letztes Mal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe merkwürdige Probleme mit dem WLAN beim Congress. Ich führe
das momentan darauf zurück, dass es mehrere APs mit der gleichen ESSID
gibt, und natürlich ein beträchtliches Noise-Level herrscht. Das
Problem tritt ortsunabhängig und sowohl auf 5Ghz und 2.4Ghz auf, und
liest sich im Log wie folgt:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;[86969.683316] wlan0: authenticate with b4:a4:e3:64:8d:cd (try 1)
[86969.684909] wlan0: authenticated
[86969.685164] wlan0: associate with b4:a4:e3:64:8d:cd (try 1)
[86969.688341] wlan0: RX AssocResp from b4:a4:e3:64:8d:cd (capab=0x1 status=0 aid=25)
[86969.688351] wlan0: associated
[86996.951510] wlan0: deauthenticating from b4:a4:e3:64:8d:cd by local choice (reason=2)
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Man beachte die 27 Sekunden, die zwischen Association und Deassociation liegen.
Manchmal ist auch &lt;code&gt;reason=3&lt;/code&gt;. Ich habe diverse Optionen für das
&lt;code&gt;iwlagn&lt;/code&gt;-Modul ausprobiert, um das Problem zu lösen (u.a.
&lt;code&gt;11n_disable=1&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;swcrypto=1&lt;/code&gt;), allerdings ohne Erfolg. Wenn ich
allerdings &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; via &lt;code&gt;iwconfig&lt;/code&gt; arbeite, dann geht es: Ich habe das
erste Mal &lt;code&gt;wicd&lt;/code&gt; installiert und benutzt, und damit funktioniert das
WLAN wunderbar. Keine Idee, warum.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Fotos</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-12/fotos.html" />
    <updated>2011-12-27T02:07:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-12/fotos</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://mplenz.jimdo.com/&quot;&gt;Mein Bruder&lt;/a&gt; interessiert sich seit einiger Zeit
sehr für Fotografie und macht wirklich gute Bilder. Die folgenden Fotos von
mir hat er über die Feiertage gemacht:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/img/julius1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/julius1.thumb.jpg&quot; title=&quot;Mit Lampe statt Kopf&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/img/julius2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/julius2.thumb.jpg&quot; title=&quot;Bei der Arbeit&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/img/julius3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/img/julius3.thumb.jpg&quot; title=&quot;Mit neuem Buch (N. Stephensons REAMDE)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">git grep</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-12/git-grep.html" />
    <updated>2011-12-22T13:55:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-12/git-grep</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Mit &lt;a href=&quot;http://noone.org/blog&quot;&gt;Axel&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://efho.de/&quot;&gt;Frank&lt;/a&gt; kam ich
auf Gits eigenes &lt;code&gt;grep&lt;/code&gt; zu sprechen. Warum wird die Funktionalität da
gedoppelt und neu programmiert?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Auszug meiner Antwortmail an die beiden, für das Blog mit Links
angereichert:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Im wesentlichen leistet git-grep das gleiche wie grep auf allen
verwalteten Dateien. &lt;em&gt;ABER&lt;/em&gt; es ist, und das war m.E. die
Hauptmotivation dahinter, es überhaupt zu schreiben, viel schneller
als reguläres grep. (Und &lt;a href=&quot;http://ridiculousfish.com/blog/posts/old-age-and-treachery.html&quot;&gt;reguläres grep zu schlagen ist ja
bekanntermaßen schon schwer&lt;/a&gt;.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Beispiel, wenn man im Kernel-Tree greppt. (Alle Kommandos mehrfach
ausgeführt, so dass der Cache voll ist.)&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;$ time grep foo -- **/*.c NO
grep foo -- **/*.c &amp;amp;&amp;gt;| /dev/null  17.67s user 0.22s system 99% cpu 17.928 total

$ time git grep foo -- **/*.c NO
git grep foo -- **/*.c &amp;amp;&amp;gt;| /dev/null  6.17s user 0.31s system 109% cpu 5.888 total
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Viel beeindruckender wird es noch, wenn man für git-grep das
Globbing-Muster erst gar nicht angibt.&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;$ time git grep foo NO
git grep foo &amp;amp;&amp;gt;| /dev/null  0.66s user 0.30s system 342% cpu 0.281 total
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Oder alternativ ein Globbing-Muster angibt, das aber &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; erst von
der Shell expandieren lässt:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;$ time git grep foo -- '*.c' NO
git grep foo -- '*.c' &amp;amp;&amp;gt;| /dev/null  0.46s user 0.16s system 300% cpu 0.208 total
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Also noch mal zusammengefasst: Wenn ich in allen C-Dateien nach &quot;foo&quot; greppe,
bin ich mit der Git-Version auf meinem System 17.9/0.208 = &lt;em&gt;86.05&lt;/em&gt; mal so
schnell wie reguläres grep. Anders ausgedrückt: Das eine Kommando dauert, das
andere ist fast &quot;sofort da&quot;.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Wie das geht? Im wesentlichen ist das auf Multithreading
zurückzuführen. (Sieht man ja auch an den CPU-Zahlen: grep bei ca.
100% = eine CPU, git-grep bei &gt;300% = drei CPUs.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Mutltithreading-Modus von git-grep gibt es den Haupt-Thread, der
einfach alle Blobs einsammelt, die überprüft werden sollen, und die an
acht Threads weitergibt, die dann entsprechend asynchron die Matches
durchschauen können, aber trozdem alles in einer sinnvollen
Reihenfolge ausgeben. (Details: &lt;a href=&quot;https://github.com/gitster/git/blob/master/builtin/grep.c&quot;&gt;builtin/grep.c&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">ZM</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-12/zm.html" />
    <updated>2011-12-10T14:03:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-12/zm</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=YY2kQICWJoM&quot;&gt;Das Video&lt;/a&gt; ließ es ja schon erwarten: Das Album &lt;em&gt;Kauft
nicht bei Zugezogenen&lt;/em&gt;, das man sich &lt;a href=&quot;http://herrmerkt.blogspot.com/2011/12/zugezogen-maskulin-kauft-nicht-bei.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; runterladen kann, steckt
voller lustiger Hommagen und längst überfälliger Kritik am Berlin-Hype.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mal ein Zitat aus &quot;Jugend O.S.T.&quot;, durchsetzt mit Samples altbekannter Raps
(kursiv markiert):&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Ich stürzte in die Schwärze, in die Leere /&lt;br /&gt;
Rap ist meine Schwester und &lt;em&gt;ich schütze ihre Ehre&lt;/em&gt; /&lt;br /&gt;
Meine Jugend versaute ich durch das Verweigern von Befehlen /&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;doch ich schicke deine Homies ins Gehege&lt;/em&gt; /&lt;br /&gt;
ich schalte dich aus, schalte auf stur /&lt;br /&gt;
ZM kämpft &lt;em&gt;gegen die Kultur&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Grandios.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Dönermann, der vierte...?</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-11/d%C3%B6nermann-der-vierte.html" />
    <updated>2011-11-11T20:43:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-11/dönermann-der-vierte</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Irgendwie hatte ich es ja geahnt, nachdem der Dönermann unten seit
mehreren Wochen umgebaut wurde...&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Berlin ist nicht nur die Stadt der 1.000 rund um die Uhr geöffneten
Dönerläden, sondern auch die Stadt der 1.000 vorübergehend
geschlossenen Dönerläden. &quot;Vorübergehend&quot;, weil Dönerläden &amp;ndash;
wie auch Pizzerien, Schawarmastände, Schnellbäckereien und der ganze
Rest &amp;ndash; in Berlin grundsätzlich nie final und endgültig
geschlossen werden, sondern immer nur &quot;renoviert&quot;.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Diese wunderbare Beobachtung stammt aus einem Artikel, der
interessanterweise &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/!80619/&quot;&gt;die Dönerladen-Renovierungs-Taktik mit WikiLeaks
in Verbindung setzt&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stimmt ja auch irgendwie. Kommt zwar viel rum auf dem Twitter-Feed von
Wikileaks, aber irgendwie nichts von Substanz, sondern nur ein
kontinuierlicher Linkdump über WL-Press-Coverage. Oh, und natürlich
immer wieder die Hinweise, dass das Geld nach wie vor eingefroren ist,
und Assange und Manning mehr oder weniger ohne Charges gehalten
werden, was natürlich abscheulich ist (besonders im Fall Manning).
Aber rumheulen bringt nichts, leider. &amp;ndash;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Dönermann unten hat nun wieder Alkohol und eine Bar, wieder
Spielautomaten und keine Toiletten mehr (?!). Dafür kein &lt;a href=&quot;/2011-08/neuer-d%C3%B6nermann.html&quot;&gt;frisch
gebackenes Brot&lt;/a&gt; mehr. Schade.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Yardsale</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-10/yardsale.html" />
    <updated>2011-10-25T22:14:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-10/yardsale</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Mein guter Freund Valentin zieht in die Schweiz &amp;ndash; und verkauft
alles, was er nicht mitnehmen kann. (Das scheint mir, abgesehen von
Computer, Büchern, Kleidung und Zahnbürste, fast alles zu sein.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn ihr also an günstigem, gebrauchten Hausrat oder auch an einem
großartigen DJ-Set interessiert seid, solltet ihr bei &lt;a href=&quot;http://haenel.co/yardsale/&quot;&gt;seinem
Yardsale&lt;/a&gt; vorbei schauen. Ich habe auch
schon zwei Sachen gekauft. Die schwarzen Klappstühle werden wunderbar
in die Küche passen, sobald sie erst einmal gestrichen ist. ;-)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Übrigens: Das ist der erste Geek-kompatible Yard-Sale, den ich gesehen
habe. Die Seite ist autogeneriertes HTML, dessen Markdown-Quellen &lt;a href=&quot;https://github.com/esc/myyardsale&quot;&gt;auf
Github&lt;/a&gt; verwaltet werden.
Entsprechend kann man anhand der Commits
(&lt;a href=&quot;https://github.com/esc/myyardsale/commits/master.atom&quot;&gt;Atom-Feed&lt;/a&gt;)
verfolgen, was so verkauft wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Schluss ein Pro-Tip: Man muss nicht per E-Mail kaufen. Einfach das
Repo auf Github forken, den entsprechenden Artikel in den Sold-Bereich
verschieben, &lt;code&gt;git add -u&lt;/code&gt;, committen, und Valentin schreiben. &amp;ndash;
&lt;strong&gt;Oder wer von euch kann von sich sagen, er habe schon mal per
Pull-Request eingekauft?!&lt;/strong&gt; &amp;ndash; Na eben.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Sudan und die EAU</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-09/sudan-und-die-eau.html" />
    <updated>2011-09-29T03:35:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-09/sudan-und-die-eau</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Interessant. &lt;a href=&quot;http://www.sudantribune.com/Turn-down-Khartoum-request-for,40259&quot;&gt;Der Sudan hat um Mitgliedschaft in der East African Union
gebeten.&lt;/a&gt;
Interessant, weil der Sudan sich die letzten paar Jahrzehnte nicht im
geringsten darum gekümmert hat, jetzt aber nicht mal mehr eine direkte
Grenze mit dem nördlichsten Mitglied, Kenia, hat &amp;ndash; und weil der
Sudan damit dem abtrünnigen Südsudan &lt;em&gt;zuvorkommt&lt;/em&gt; &amp;ndash; die haben
nämlich noch nicht um eine Mitgliedschaft gebeten, obwohl sie
ein vornehmlich christliches Land sind, direkte Grenzen zu
EAU-Mitgliedern haben und den wirtschaftlichen Vorteil dringender
brauchen. Spannend.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Domain-Verkaufs-Taktiken</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-09/domain-verkaufs-taktiken.html" />
    <updated>2011-09-24T13:48:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-09/domain-verkaufs-taktiken</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://guckes.net&quot;&gt;Sven&lt;/a&gt; wies mich gerade auf die Domain
&lt;a href=&quot;http://zsh24.de&quot;&gt;zsh24.de&lt;/a&gt; hin. Da gibt's diverse Links zu
Ebay-Angeboten des &lt;a href=&quot;http://zshbuch.org&quot;&gt;Zsh-Buchs&lt;/a&gt;, aber auch Links,
um alte, abgeknipste Dresdner Fahrkarten (deren Ebay-Angebotsname
&quot;Zsh&quot; enthält) zu kaufen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Teilweise kann man wirklich denken, das Blog sei &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; automatisiert
erstellt: Im Artikel &lt;a href=&quot;http://www.zsh24.de/2011/09/08/tolle-zsh-bilder/&quot;&gt;Tolle Zsh
Bilder&lt;/a&gt; sind
automatisiert Bilder zusammengetragen &amp;ndash; wohlgemerkt &lt;em&gt;mit&lt;/em&gt;
entsprechender Verlinkung und Hinweisen, woher sie kommen! Also nicht
dumm.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer macht sowas? &amp;ndash; Ein Domainregistrar, der statt
Platzhalterseiten noch ein bisschen durch Prämien verdienen will.
&amp;ndash; Mal schauen... das &lt;a href=&quot;http://www.zsh24.de/impressum/&quot;&gt;Impressum&lt;/a&gt;
sagt ja schon, wer verantwortlich ist. Also: tiefer graben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;code&gt;zsh24.de&lt;/code&gt; zeigt auf die IP &lt;code&gt;46.4.212.70&lt;/code&gt;, die im &lt;a href=&quot;http://wiki.hetzner.de/index.php/Rechenzentren_und_Anbindung&quot;&gt;neuen RZ
13&lt;/a&gt; von
&lt;a href=&quot;http://hetzner.de&quot;&gt;Hetzner&lt;/a&gt; steht. Typischerweise sind ja mehrere
Domains auf eine IP gemappt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier eine Auswahl der Domains, die auch auf &lt;code&gt;46.4.212.70&lt;/code&gt; zeigen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;markenpositionierung.eu&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;organisation24.de&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;meisterbüro.eu&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;rundumerneuerung.de&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;boot-fuehrerschein.de&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;genetiv.de&lt;/code&gt; (lol)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;regress.at&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;


&lt;p&gt;Die Domains sind absichtlich nicht verlinkt, weil die Leute wohl noch
nicht so SEO-begabt sind (keine Verlinkung untereinander) und ich
ihnen da nicht noch extra Aufschwung geben will.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lustig auch zu sehen, wie simpel teilweise nach Schlagwörtern gesucht
wird, wie zum Beispiel &lt;a href=&quot;http://www.enthaltungen.de/2011/08/31/rt-piratenkoeln-zum-2-vorsitzenden-wurde-thomas_heg-mit-13-stimmen-1-enthaltungen-gewahlt-nimmt-die-wahl-an-piraten-kptk/&quot;&gt;hier auf
enthaltungen.de&lt;/a&gt;,
wo ein Tweet der kölner Piraten über ein Abstimmungsergebnis verwendet
wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was mich ja doch ein wenig schockt ist allerdings die ebenfalls auf
obige IP-Adresse zeigende Domain &lt;code&gt;tätervolk.de&lt;/code&gt; &amp;ndash; die Leute, die
solche Worte verwenden, kann man doch immer sehr schnell einordnen.
Und so kommt es auch, dass diese die &lt;em&gt;einzige&lt;/em&gt; Domain ist, auf der
jemand tatsächlich einen der automatisierten Posts &lt;em&gt;kommentiert&lt;/em&gt;! Ja:
&lt;em&gt;kommentiert&lt;/em&gt;! Und nicht nur ein Verwirrter, nein: In den Posts von
&quot;Stahlgewitter&quot;-Liedern (srsly!?!) gibt es einmal 22 und einmal 25
Kommentare. Ich werde das nicht verlinken hier.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://images.cheezburger.com/completestore/2011/2/23/fd226b4f-66d3-4e10-bc10-c8b9308ad483.jpg&quot;&gt;Y U SO STUPID?!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">&quot;Wir leben noch frei, aber nicht mehr lange&quot;</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-09/wir-leben-noch-frei-aber-nicht-mehr-lange.html" />
    <updated>2011-09-14T17:34:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-09/wir-leben-noch-frei-aber-nicht-mehr-lange</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Frank Rieger &lt;a href=&quot;https://www.faz.net/artikel/C31315/ueberwachung-wir-leben-noch-frei-aber-nicht-mehr-lange-30685243.html&quot;&gt;bringt es auf den Punkt&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Sich darauf zu verlassen, dass in Zeiten von Finanzmarktzusammenbrüchen,
aufbrechenden sozialen Verwerfungen und kommenden Ressourcenkrisen die
Mittel, die unter dem Banner der Terrorismusbekämpfung geschaffen wurden,
zurückhaltend und wohlüberlegt zum Einsatz gebracht werden, ist etwas für
naive Staatsgläubige, nicht für mündige Bürger.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Na ein Glück!</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-09/na-ein-gl%C3%BCck.html" />
    <updated>2011-09-11T19:11:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-09/na-ein-glück</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Puh, na da habe ich ja ein Glück gehabt! Da gab's einen &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/!77772/&quot;&gt;super fiesen
Terroranschlag in Berlin&lt;/a&gt;, der aber gerade
noch so vereitelt wurde. Zum Glück war ich die Woche im Urlaub! m(&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zyniker könnten nun meinen, dass man schon vorher hätte wissen können,
dass &quot;etwas&quot; am Donnerstag passieren würde: Das Wochenende 10./11.
September inkl. Gedenktag eignet sich nicht, weil a) Sommerloch und b)
Wochenende, und wer will da (neuen) Terror haben. &amp;ndash;
Kommender Montag wäre auch schlecht weil a) &lt;em&gt;nach&lt;/em&gt; 9/11 und b)
zeitlich zu knapp vor den Wahlen, es sollte schon ein Wochenende
zwischen Terror und Wahl liegen, auch um das einsinken zu lassen.
&amp;ndash; Zynische Zyniker könnten nun allerdings einwenden, dass &quot;es&quot;
ja schon Mittwoch hätte passieren können. Hm.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Bookdump</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-09/bookdump.html" />
    <updated>2011-09-04T15:55:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-09/bookdump</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;... was ich so im August gelesen habe, neben &lt;a href=&quot;http://blog.plenz.com/2011-08/suarez-daemon-und-freedom.html&quot;&gt;den beiden
Suarez-Romanen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Robert Cialdini: Influence, The Psychology of Persuasion&lt;/strong&gt;,
empfohlen bei &lt;a href=&quot;http://alternativlos.org/8/&quot;&gt;Alternativlos 8&lt;/a&gt;, ein
Klassiker für Vermarkter. Viele interessante Prinzpien, die
u.a. Werbestrategien zugrunde liegen werden anhand guter Beispiele
erklärt. &amp;ndash;
&lt;strong&gt;Janne Teller: Nichts&lt;/strong&gt;, dessen deutsche Übersetzung erst jetzt, zehn
Jahre nach der dänischen Erstveröffentlichung, erschienen ist.
Zwar als Jugendroman gedacht, ist es auch für Ältere nett, auf
einfache, praktische Weise über den im Buch dargestellten Nihilismus
und dessen Gegner und Gegenargumente zu reflektieren. Zeitweise war
das Buch an &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Nichts_(Roman)#Rezeption&quot;&gt;dänischen Schulen verboten&lt;/a&gt; &amp;ndash;
&lt;strong&gt;D. Johnson: Afrika vor dem großen Sprung&lt;/strong&gt;, Auf knapp über 100
Seiten gibt der Autor des
&lt;a href=&quot;http://blogs.taz.de/kongo-echo/&quot;&gt;Kongo-Echos&lt;/a&gt; seine Einschätzung zur
Zukunft Afrikas zum besten. Während ich manche seiner Voraussagen doch
sehr optimistisch finde, ergibt sich nach dem Lesen insgesamt ein
guter Überblick über aktuelle Probleme, aber vor allem auch Chancen
Afrikas. &amp;ndash;
&lt;strong&gt;Bret Easton Ellis: The Rules of Attraction&lt;/strong&gt;, lustig, wahr, um
Längen besser als der gleichnamige Film zum Buch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dave Eggers: Weit gegangen&lt;/strong&gt;, ist ein Buch über den Sudanesen &lt;em&gt;Achak
Deng&lt;/em&gt;, der seit seiner frühesten Kindheit zunächst innerhalb des
heutigen Südsudan, später in Äthiopien und im Norden Kenias auf der
Flucht war bzw. später in Flüchtlingslagern lebte. Knapp 800 Seiten
stark ist die Geschichte, die erzählt wird; und doch kann man das Buch
locker in zwei Tagen lesen, weil es so leicht und spannend zugleich
geschrieben ist. Leseempfehlung!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ayn Rand: Atlas Shrugged&lt;/strong&gt;, habe ich heute morgen fertig gelesen.
&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/dp/0451191145&quot;&gt;Meine Ausgabe&lt;/a&gt; ist knapp 1100
Seiten lang, allerdings bei 8-Punkt-Schrift, ohne nennenswerten Rand,
schlecht gedruckt und gebunden. Aber immerhin, sechs Euro... &amp;ndash;
Ich war auf das Buch aufmerksam geworden durch den ersten Teil der
Dokumentationsserie &lt;em&gt;All Watched Over by Machines of Loving Grace&lt;/em&gt;,
der im Wesentlichen Ayn Rand und die Implikationen ihrer Philosophie
beleuchtet. Ohne viel nachzudenken habe ich mir das Buch bei Amazon
geklickt, weil ich dachte, dass es bei dem Preis sicherlich nur eine
kleine Broschüre wäre... Falsch gedacht. &amp;ndash; Das Buch ist im
wahrsten Sinne atemberaubend. Kein Kapitel ist unnötig, es fällt
leicht, das Buch in einem Rutsch zu lesen. &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Atlas_Shrugged#Reception&quot;&gt;Die Rezeption des
Buches&lt;/a&gt; spricht
für sich. Manche Leute würden den Inhalt als &quot;die absoulte Wahrheit&quot;
bezeichnen, Andere nur als &quot;Kapitalismus-Geschwafel&quot;. Egal was man
darüber denkt, das Buch polarisiert und regt zum Nachdenken an.
&amp;ndash; Das Buch stellt den Kampf zwischen einem unfair und
uneffizient implementierten Sozialismus vs.
Laissez-faire-Kapitalismus dar, oder einfacher gesagt, den Kampf zwischen
&lt;em&gt;Ich brauche&lt;/em&gt; vs. &lt;em&gt;Ich kann&lt;/em&gt;. Rand ist eine Verfechterin
rationaler Entscheidungen: dadurch werden die Gegenüberstellungen
verschiedener Gedankenschulen im Buch leider immer schwarz-weiß
dargestellt. Doch gibt es viele Elemente, die äußerst lehrreich sind:
Das ständige &lt;em&gt;I couldn't help it&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Who am I to blame?&lt;/em&gt; gibt es
genau so heute. Marode öffentliche Infrastruktur haben wir heutzutage
noch viel mehr als früher (unter dem Deckmantel der Privatisierung,
was aber in Rands Augen genau dem &lt;em&gt;Reiten, bis der Gaul tot ist&lt;/em&gt;
entspricht). Die &lt;em&gt;voluntary compliance&lt;/em&gt; als maskierter Zwang. &amp;ndash;
An einigen Stellen scheinen meiner Meinung nach deutlich Nietzschesche
Tendenzen durch: sowohl die Ideen, als auch die Form (vgl. John Galts
Radioansprache und Zarathustras Reden). NB: Viele Rand-Anhänger
behaupten, dass Rand schon zu Zeiten von &lt;em&gt;The Fountainhead&lt;/em&gt; komplett
mit der Philosophie Neitzsches gebrochen hatte. &amp;ndash;
Was auch immer dieses Buch nun für den Einzelnen bedeutet: Es ist
unbedingt lesenswert, nicht nur ob der Tatsache, dass es auch
wesentlich diejenigen beeinflusst hat, die uns beeinflussen (&lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Alan_Greenspan#Objectivism&quot;&gt;siehe
auch&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">&quot;temporary password&quot;?</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-09/temporary-password.html" />
    <updated>2011-09-01T23:15:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-09/temporary-password</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Die halbe Netzgemeinde spricht über {Wiki,Open}Leaks und die
&quot;gekränkten Egos&quot;, &lt;em&gt;ex_wl_arch&lt;/em&gt; trollt großartig. Über die Datei mit
allen Cables wird heiß diskutiert und mit dem Finger gezeigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was ich mich aber doch frage: Warum berichten selbst (in meinen Augen
technisch versierte) Blogger von einem &quot;temporären Passwort&quot;? Dass
Assange die Datei irgendwo &quot;temporär&quot; abgelegt und vergessen hat ist
ja nur menschlich. &amp;ndash;
Aber wie man ein &quot;temporäres Passwort&quot; mit kryptographischen Tools,
die vermutlich Open Source sind, und auf Commodity-Hardware
realisiert: Das ist mir ein Rätsel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mir fallen ein Dutzend symmetrische und asymmetrische Verfahren ein
&amp;ndash; aber keines, dass eine Zeitkomponente in nichtmanipulierbarer
Weise mit einbezieht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Update:&lt;/strong&gt; &quot;temporary password&quot;, &lt;a href=&quot;http://nigelparry.com/news/guardian-david-leigh-cablegate.shtml&quot;&gt;my
ass&lt;/a&gt;. GnuPG
und 7-Zip. Alles klar.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Suarez: Daemon und Freedom</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-08/suarez-daemon-und-freedom.html" />
    <updated>2011-08-22T23:57:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-08/suarez-daemon-und-freedom</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich habe den besseren Teil des Wochenendes damit verbracht,
Daniel Suarez' &lt;strong&gt;Daemon&lt;/strong&gt; und dessen Nachfolger
&lt;strong&gt;Freedom&amp;trade;&lt;/strong&gt; zu lesen (auf deutsch
&lt;strong&gt;Darknet&lt;/strong&gt;). Aufmerksam geworden war ich auf die Bücher
über &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/artikel/C30833/gespraech-mit-daniel-suarez-wir-werden-mit-system-erobert-30335671.html&quot;&gt;dieses Interview von Frank Rieger mit dem Autor&lt;/a&gt;
&amp;ndash; sehr, sehr lesenswert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/img/daemon-freedom.jpg&quot; alt=&quot;Daemon and Freedom(TM) Cover&quot;
style=&quot;width: 100%&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Buch ist auf mehreren Ebenen faszinierend. Zunächst ist es kaum
aus der Hand zu legen; es ist leicht geschrieben, voller Spannung,
wechselnder Erzählperspektiven, verständlicher Dialoge, kleiner
Nebenbei-Geschichten. Dennoch ist Suarez kein großer Literat. Gerade
zum Ende der beiden Bücher kommen Wörter wie &lt;em&gt;perimeter&lt;/em&gt; und
&lt;em&gt;operative&lt;/em&gt; gefühlt auf jeder Seite mehrfach vor.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich lese wenig bis gar kein Science Fiction. So wie &lt;em&gt;Matrix&lt;/em&gt;
oder &lt;em&gt;Password Swordfish&lt;/em&gt; zwar nette Filme waren &amp;ndash; jedem,
der sich ein bisschen mit Computern auskennt, graut es davor, zu
sehen, wie Computer dargestellt werden. &amp;ndash; Ganz anders in den
Romanen: Hier kommen auch Kenner auf ihre Kosten. Das fängt an bei
Kapiteln die &lt;em&gt;Pwned&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Epic Failure&lt;/em&gt; heißen, und
geht bis hin zu Hackern, die wirklich hacken: Kein &quot;er tippte wild vor
sich hin&quot; um ein WLAN zu knacken &amp;ndash; der Protagonist sitzt in
seinem Auto mit Laptop, sieht ein WPA-Netzwerk, und snifft via einer
Deauth-Attacke die WPA-Handshakes, und wartet dreieinhalb Stunden
darauf, bis sein Rechner die Keys aus diesen errechnet hat. Wie man
halt ein WLAN knackt. Weitere Details, die den kenntnisrechen Leser
erfreuen werden, sind eine (ausgeschriebene!) SQL-Injection-Attacke,
ein SNMP-Buffer-Overflow in alten OpenBSD-Versionen sowie ein schlecht
konfigurierter Nameserver, der AXFR erlaubt. &amp;ndash; Kurz: Ein Autor,
der seine Hausaufgaben gemacht hat. So auch Frank Rieger in dem
Interview:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Vieles, was Sie beschreiben, ist wirklich technisch
möglich, es finden sich praktisch keine Fehler in Ihrem Buch.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Untergründig werden immer wieder gesellschaftliche Misstände, die wir
nur allzugern im täglichen Leben ausblenden, eingestreut. Das ist zum
einen die Fast-Allmacht der Hochfinanz und die ständig steigende
Effizienz von Produktionszyklen zu Lasten der Diversität und damit der
Robustheit. Ein nicht unwesentlicher Teil im ersten Band thematisiert
auch das (gerade in den USA besonders bedeutende) Thema der
Privatisierung von Gefängnissen: moderner, inländischer Sklaverei.
Nicht zuletzt wird häufig auf &lt;em&gt;Economic Hitmen&lt;/em&gt; und deren
Dienste zum Aufstieg der globalen Wirtschaftsmacht USA hingewiesen; im
Literatur-Anhang wird auch John Perkins' Buch &lt;em&gt;Confessions of an
Economic Hitman&lt;/em&gt; referenziert, dass ich mehrmals gelesen habe, und
das sehr zu empfehlen ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Suarez dazu im Interview:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Aber es läuft etwas sehr schief, wenn die häufigste Quelle großen
Reichtums heute darauf beruht, dass man im Finanzsystem zockt,
Mittelschichtjobs vernichtet und keinerlei materiellen Wert erschafft.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Was das Buch so spannent macht, ist, dass die Technik, um eine wie
dort beschriebene Welt zu erschaffen, prinizpiell schon da ist. Das
ist aber auf den ersten Blick nicht ersichtlich. &lt;a href=&quot;http://homerstravels.com/2010/08/book-daniel-suarezs-daemon.html&quot;&gt;Diese
Review&lt;/a&gt; beispielsweise meint:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;The [logic decision] tree necessary to handle the daemon would be
astronomically complex and I don't think any one, no matter how many
resources they had, could put such a thing together.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Doch das ist ein Fehlschluss. In der Angangsphase &amp;ndash; man könnte
es auch Bootstrapping nennen &amp;ndash; waren sicherlich gewisse Elemente
im Entscheidungsbaum hart codiert (Auswahl des Polizisten z.B.). Aber
jeder, der einmal probiert hat, eine AI für ein Spiel zu
programmieren, weiß: Man wird nie alle Fälle abdecken. Und selbst für
die wenigen &quot;offensichtlichen&quot; Fälle ist die Logik schon unglaublich
komplex. &amp;ndash; Der Schlüssel des ganzen liegt natürlich im
Maschinellen Lernen und Crowdsourcing.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Suarez:&lt;/em&gt; In seiner ursprünglichen, noch nicht in die Crowd
ausgelagerten Verkörperung verfügte der Daemon über eine kurze Liste
von Zielen: erstens Unternehmensnetzwerke infizieren; zweitens
menschliche Gefolgsleute finden (unter Verwendung von
Konsumentendaten und sozialen Netzwerken); und drittens die
Aktivitäten der menschlichen Gefolgsleute nutzen, um Aufgaben
auszuführen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Diese menschlichen Gefolgsleute aber sind es gerade, die den weiteren
Entscheidungsbaum (wenn man ihn denn so nennen will) nachhaltig
gestalten. Sie geben (als Gemeinde) die Ziele vor, die zu erreichen
sind, und &quot;upvoten&quot; die Gedankenströmungen und Menschen, denen sie
zustimmen. &amp;ndash; Und dass eine simples &quot;like&quot; oder &quot;don't like&quot; bei
genügend Ausgangsmaterial eine relativ eindeutige Signatur
hinterlässt, das kennen wir schon jetzt: Das ist &quot;Die folgenden
Kunden kauften auch...&quot; bei Amazon; die Lieder- und Videovorschläge in
diversen Multimedia-Plattformen; die richtigen und ausführlichen
Antworten bei StackOverflow ganz oben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Schlüsselkonzept hinter dem gesamten Darknet ist Aggregation. Auch
heute &lt;em&gt;haben&lt;/em&gt; wir all diese Daten schon, aber wir können sie
(zumindest als Privaterson) nur unzureichen aggregieren. Doch dass das
möglich ist, zeigt sich in Ansätzen: Da muss man nur mal einen Namen
bei Personensuchmaschinen eingeben, und schon erhält man die
veröffentlichten Artikel, MP3s, Blogposts, Facebook-Account,
Amazon-Wunschzettel, E-Mail-Adressen, ... &amp;ndash; Die Daten sind alle
da. Insofern erscheint die geradezu utopische (bzw. dystopische)
Aggregation, Filterung und Aufbereitung der Daten, wie sie in den
Romanen dargestellt wird, gar nicht mehr so unwahrscheinlich, wenn man
nur bedenkt, dass es ein System ist, an dem eher Zehntausende denn
Tausende Leute mitprogrammiert haben &amp;ndash; und dass eine Menge Geld
darein investiert wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Manko hat die Erzählung allerdings: Sie ist viel zu sehr
Amerika-zentriert. Zwar wird ganz peripher Europa erwähnt, und einige
wenige Szenen spielen auch im Ausland. Doch prinzipiell sind es im
Wesentlichen die amerikanischen Dienste, und später die amerikanische
Bevölkerung, die sich mit dem Daemon auseinandersetzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles in Allem liefern die Bücher eine Meneg Stoff zum Nachdenken, und
einige simple, aber äußerst wichtige Wahrheiten.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Suarez:&lt;/em&gt; Die Natur bestraft einzelne Fehlschläge, weil ein
gewisses Maß an Fehlschlägen unvermeidlich ist. Wir sollten daher in
erster Linie zu vermeiden versuchen, dass Fehlschläge sich
kaskadenförmig ausbreiten, und unsere Fähigkeit verbessern, uns von
solchen Fehlschlägen rasch zu erholen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Dringende Leseempfehlung.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Englischunterricht</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-08/englischunterricht.html" />
    <updated>2011-08-12T21:09:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-08/englischunterricht</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Irgendwie kann ich das Bild hier zu 100% unterschreiben:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://28.media.tumblr.com/tumblr_lprx6sjX8D1qi18zqo1_500.jpg&quot;
alt=&quot;Englischunterricht erklärt&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe halt immer &quot;heimlich&quot; eigene englische Bücher gelesen, und
das hat sich entsprechend auf meine Note ausgewirkt. Und Arthur
Millers Stücke finde ich immer noch nicht interessant.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Kredibilität einer Telefonnummer</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-08/kredibilit%C3%A4t-einer-telefonnummer.html" />
    <updated>2011-08-05T20:15:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-08/kredibilität-einer-telefonnummer</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Eben habe ich einen Anruf von einer unbekannten Nummer erhalten, bin
rangegangen, Stille am anderen Ende &amp;ndash; dann wurde aufgelegt. So
wie's aussieht ist das &lt;a href=&quot;http://www.tellows.de/num/01771271371&quot;&gt;bei dieser Nummer
bekannt&lt;/a&gt; und es gibt sechs(!)
entsprechende Kommentare dazu.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die angepriesene Lösung besteht darin, sich bei einer
&quot;Vermittlungsorganisation&quot; anzumelden und deren Telefonnummer
anzugeben. Die berechnen jeden eingehenden Anruf saftig und fragen
erst nach, ob man denjenigen (im Zweifel Werber) sprechen möchte
&amp;ndash; soweit ich die AGB überblicken konnte, werden aber die
persönlichen angegebenen Daten nicht weiter veröffentlicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was es alles gibt.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Neuer Dönermann</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-08/neuer-d%C3%B6nermann.html" />
    <updated>2011-08-03T19:35:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-08/neuer-dönermann</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Der vergangene Monat war hart: Mein hauseigener Dönermann hatte
zugemacht, und die Hausverwaltung hatte wohl nicht so schnell einen
Nachmieter finden können. Den ganzen Juli lang musste ich überlegen,
ob ich nach links zum Araber, oder nach rechts zum Türken gehe,
jeweils mehrere Dutzend Meter. (Siehe auch das &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Paradox_of_choice&quot;&gt;Paradox of
Choice&lt;/a&gt;, das sich auf so vieles projizieren lässt...)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Qual der Wahl ist jetzt aber glücklicherweise vorbei. Denn es
hat ein neuer Dönermann unten aufgemacht. Es gibt keine Spielautomaten
mehr, dafür mehr Stühle. Da, wo vorher die Bar war &amp;ndash; es gibt
jetzt nicht mal mehr Bier &amp;ndash;, steht jetzt ein großer, flacher
Ofen, und es wird herrlich leckeres und backfrisches &lt;a href=&quot;http://www.kochbar.de/rezept/35786/Ramadan-Pide-Ramazan-Pidesi.html&quot;&gt;Ramazan
Pidesi&lt;/a&gt; verkauft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ist nun mittlerweile der dritte Dönermann seit Januar diesen
Jahres. Entweder rentiert sich das nicht wirklich, oder das Angebot
ist einfach zu groß um sich eine dauerhafte Position zu sichern.
Vielleicht lässt sich mit nur wenige Monate bestehenden Firmen aber
auch einfach besser Geld waschen. Wer weiß?&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Unendlicher Spaß</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-07/unendlicher-spa%C3%9F.html" />
    <updated>2011-07-29T12:21:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-07/unendlicher-spaß</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ziemlich genau einen Monat habe ich gebraucht, um die über 1500 Seiten
vom &lt;strong&gt;Unendlichen Spaß&lt;/strong&gt; von DFW durchzuarbeiten. Im Jahr 2009
erschienen ja zwei deutsche Übersetzungen von &quot;Meilensteinen der
modernen Literaturgeschichte&quot;: Bolaños &lt;strong&gt;2666&lt;/strong&gt; und eben DFWs
Unendlicher Spaß. 2666 hatte ich schon letztes Jahr gelesen &amp;ndash;
und nun, da ich mein &lt;a href=&quot;http://gitbu.ch&quot;&gt;großes Projekt&lt;/a&gt;
abgeschlossen hatte, konnte ich mich endlich an den Spaß wagen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Roman ist grandios. Liest man den Klappentext, denkt man, einige
Leute wären auf der Suche nach einem Film, der einem so viel und
langanhaltend Spaß bereitet, dass man daran stirbt. Allerdings geht
es darum eigentlich gar nicht. Oder schon, teilweise.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/img/unendlicher_spass.jpg&quot; alt=&quot;Cover 'Unendlicher Spaß'&quot;
style=&quot;float:left; margin: 0 .5em .5em 0; border: 1px solid #c0c0c0;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Buch beginnt unvermittelt, geht unvermittelt weiter, und endet
auch irgendwie unvermittelt. So richtig gibt es keine Handlung, aber
das spielt auch eigentlich gar keine Rolle, ob es nun eine wirkliche
Handlung gibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ganze Buch ist, analog zu den &quot;Aprèsgarde&quot;-Filmen James Orin
Incandenzas, dem verstorbenen Vater eines der Protagonisten,
&lt;em&gt;antikonfluentieller&lt;/em&gt; Natur, zerfasert. (Siehe dafür auch ab S. 92
sowie Fußnote 24.) Die dutzende von Handlungssträngen finden teilweise
ein ganz wenig, manchmal auch nur als Teil von Erinnerungen,
Halluzinationen oder Träumen zusammen, oder häufig halt auch gar nicht
bzw. nur durch Ähnlichkeit der Situationen oder Dialoge.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insgesamt besticht das Buch durch die diversen textlichen
Stilelemente, grandiose Sätze, faszinierenden Detailreichtum &amp;ndash;
der meist nichts wesentliches zur Geschichte beiträgt, aber gerade
deshalb so faszinierend ist &amp;ndash; und nicht zuletzt durch äußerst
eindrückliche Beschreibungen von Sucht und Depression und der damit
einhergehenden Verzweiflung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zur Lesetechnik: Die fast 400 Fußnoten sind wesentlich für das
Verständnis des Buches. Die Paperback-Ausgabe hat leider keine
Lesezeichen, so dass ich dringend empfehle, das Buch mit zwei
Lesezeichen zu lesen. Dafür eignet sich z.B. auch gut &lt;a href=&quot;http://sampottsinc.com/ij/&quot;&gt;dieses Diagramm
aller handelnden Personen und ihrer Verbindung zueinander&lt;/a&gt;
&amp;ndash; einfach ausdrucken und an der richtigen Stelle in den
Fußnotenapparat legen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach dem Lesen des Buches würde ich unbedingt noch einmal die ersten
beiden Kapitel lesen, was eine sehr aufschlussreiche Erfahrung ist.
Auch &lt;a href=&quot;http://dfan.org/jest.txt&quot;&gt;weitere Fragestellungen&lt;/a&gt; oder eine &lt;a href=&quot;http://www.aaronsw.com/weblog/ijend&quot;&gt;Interpretation des
Endes&lt;/a&gt; können dann hilfreich sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Sache, die mich noch immer verwirrt: Manche Kapitel haben einen
kleinen Kreis über dem Titel, dessen eines Viertel auch auf der Seite,
auf der die Anmerkungen beginnen, wiederholt wird. &lt;a href=&quot;http://russillosm.com/ij.html&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt; gibt
es eine Auflistung der Kapitel mit entsprechender Markierung. &amp;ndash;
Was bedeutet der Kreis?&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Organspende</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-07/organspende.html" />
    <updated>2011-07-02T16:36:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-07/organspende</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Nach der Sommerpause wird über eine &lt;a href=&quot;http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-pflicht-sich-zu-entscheiden/&quot;&gt;neue Fassung des
Transplantationsgesetzes&lt;/a&gt; diskutiert.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Zwar sind laut Umfragen bis zu 75 Prozent der Deutschen
prinzipiell zur Organspende bereit, aber nur 25 Prozent haben
tatsächlich einen Organspendeausweis. Würden die Menschen
gezwungen, sich zu erklären, so das Kalkül der Politik, dann
stiege auch die Zahl der verfügbaren Spenderorgane.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Es ist ein typisch-deutsches Phänomen, zu sagen: &quot;Ja, ich bin total
für X (aber nicht wirklich)&quot;: &quot;Ausländer ja, aber nicht hier&quot; &amp;ndash;
&quot;Schwule ja, aber bitte nicht in der Öffentlichkeit&quot; &amp;ndash; &quot;Öko-bla
ja, aber bitte kein teureres Benzin&quot;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Daher glaube ich, ein einfaches Kreuz bei &quot;Ja, ich will spenden&quot; wird
wesentlich mehr Menschen anlocken als der Gang zu einer Institution,
die Organspendeausweise verteilt (und das ständige Herumtragen
desselben). Ich habe seit 2006 einen Organspendeausweis und finde das
sehr wichtig. Ich würde ja auch im Falle des Falles gerne ein
Ersatzorgan haben.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Linkdump</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-07/linkdump.html" />
    <updated>2011-07-02T15:56:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-07/linkdump</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Al-Jazeera-Linkdump:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://english.aljazeera.net/news/africa/2011/06/201163018229379353.html&quot;&gt;Die USA setzen nun auch in Somalia Dronen ein&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://english.aljazeera.net/indepth/features/2011/06/2011622193147231653.html&quot;&gt;&quot;By 2030, 47 per cent of the world’s population will be living in areas of high water stress&quot;&lt;/a&gt; und viele weitere interessante Fakten über aufziehende Wasserkriege&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gutes Feature mit div. Artikeln zum Thema &lt;a href=&quot;http://english.aljazeera.net/programmes/struggleoverthenile/&quot;&gt;Struggle over the Nile&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://english.aljazeera.net/news/africa/2011/07/20117154535570851.html&quot;&gt;Marokko hat eine neue Verfassung&lt;/a&gt;: Die Regierung erhält exekutive Befugnisse, aber der König ist immer noch &quot;heilig&quot;. Außerdem werden Berbersprachen (zB. der Tuareg) neben Arabisch offizielle Sprache.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://english.aljazeera.net/indepth/features/2011/04/201141014942125983.html&quot;&gt;Interessante, aber schon ältere Zusammenfassung, was für Aufstände die Revolutionen im arabischen Raum in Subsahara-Afrika getriggert haben&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://english.aljazeera.net/news/asia-pacific/2011/06/201162952034878959.html&quot;&gt;Der vom Internationalen Strafgerichtshof angeklagte Präsident des Sudan wird in China empfangen&lt;/a&gt; und bereitet erst mal den Weg, mehr Rohöl (das wohlgemerkt zum Großteil aus dem Süden des Sudan kommt!) nach China zu exportieren.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Verregnetes Sommerwochenende</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-07/verregnetes-sommerwochenende.html" />
    <updated>2011-07-02T12:35:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-07/verregnetes-sommerwochenende</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Hier und heute, Anfang Juli: Komplett verregnetes Wochenende mit zwölf
Grad. &amp;ndash; Vor dem Hintergrund, dass Anfang kommender Woche die
ersten Klausuren anstehen ist das eigentlich total gutes
(Lern-)Wetter.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Nomic</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-06/nomic.html" />
    <updated>2011-06-24T14:51:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-06/nomic</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich habe den besseren Teil des Vormittags damit verbracht, über
&lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Nomic&quot;&gt;Nomic&lt;/a&gt; zu lesen. Darauf gekommen bin ich über &lt;a href=&quot;http://blog.koehntopp.de/archives/3082-Die-NOMIC-Spieler.html&quot;&gt;diesen
Blogartikel&lt;/a&gt;, der über Mittel und Wege reflektiert, eine
Online-Community &quot;gesund&quot; zu halten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zurück geht das ganze auf ein Buch von &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Suber&quot;&gt;Peter Suber&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.earlham.edu/~peters/writing/psa/&quot;&gt;&quot;The
Paradox of Self-Amendment&quot;&lt;/a&gt;, untertitelt &quot;A Study of Law, Logic,
Omnipotence, and Change&quot;. Prinzipiell dreht sich alles um die folgende
Frage: Wenn man ein System von Regeln aufstellt, das eine Regel
beinhaltet, die die Abwandlung, das Hinzufügen und Entfernen von
Regeln erlaubt &amp;ndash; was passiert dann?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das kann man auf Regelwerke wie die Amerikanische Verfassung beziehen,
die ja auch Amendments, also Erweiterungen hat. Ganz konkret kann man
das ganze aber auch als Spiel formulieren &amp;ndash; und das wird in
Anlehnung an das griechische Wort für Gesetz &lt;em&gt;Nomic&lt;/em&gt; genannt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das von Suber entwickelte &lt;a href=&quot;http://www.earlham.edu/~peters/writing/nomic.htm#initial&quot;&gt;Initial Ruleset&lt;/a&gt; gibt schon gute
Aufschlüsse darüber, wie das Spiel verlaufen wird. Wesentlich ist vor
allem der Unterschied zwischen &quot;immutable&quot; und &quot;mutable&quot; Rules &amp;ndash;
Gegenpart in unserer nationalen Politik wären beispielsweise
GG-Änderungen, oder andere Änderungen, die nur mit 2/3-Mehrheit zu
erreichen sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie lange dauert so ein Spiel? &amp;ndash; die Regel 208 besagt, dass der
Spieler gewinnt, der zuerst 100 Punkte erreicht. Das wird vermutlich
eine der ersten Regeln sein, die abgeändert wird &amp;ndash; also ist in
der Regel überhaupt nicht abzusehen, wie schnell und in welche
Richtung sich ein Spiel entwickelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nomic wurde (und wird) auch viel über Mailing-Listen bzw.
Diskussionsforen gespielt. Und da zeigt sich dann, dass das Spiel mehr
als einen Nachmittag auffrisst: eher &lt;em&gt;Jahre&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beispiel: &lt;a href=&quot;http://www.agoranomic.org/&quot;&gt;Agora&lt;/a&gt; läuft seit dem 30. Juni 1993. Bis jetzt. Und
immer noch weiter.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Agora is a relatively serious nomic; many of its players see it as
an experiment in philosophy, political science, and group
dynamics, rather than just a game; sometimes it acts more like a
country.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Wie komplex sich ein solches änderbares Regelsystem entwickeln kann,
ist sehr gut an &lt;a href=&quot;http://agora.qoid.us/current_flr.txt&quot;&gt;den aktuell in Agora geltenden Regeln&lt;/a&gt;
abzulesen. So wie ich das auf den ersten Blick sehe, gibt es dort
keine Unterscheidung zwischen &quot;mutable&quot; und &quot;immutable&quot; (die es zu
Anfang aber gegeben haben muss, siehe die History der Regeln). Statt
dessen hat jede Regel einen Power-Faktor &amp;ndash; geregelt durch 1688/6
&amp;ndash;, der entscheidet, wie mächtig sie ist. Regel 2140/1, &quot;Power
Controls Mutability&quot;, legt dann fest, dass &quot;niedere&quot; Regeln keine
&quot;wichtigen&quot; Regeln überschreiben dürfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Massenhaft weitere Resourcen zu dem Spiel gibt es auf
&lt;a href=&quot;http://www.nomic.net/&quot;&gt;nomic.net&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Das Gitbuch ist da!</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-06/das-gitbuch-ist-da.html" />
    <updated>2011-06-23T19:43:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-06/das-gitbuch-ist-da</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Gestern frisch aus der Druckerei, jetzt hier: Heute sind meine
Belegexemplare des &lt;a href=&quot;http://gitbu.ch/&quot; title=&quot;Homepage des Git-Buches&quot;&gt;Git-Buches&lt;/a&gt; angekommen! Damit ist es jetzt
auch im Handel verfügbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/img/gitbuch_ist_da.jpg&quot; alt=&quot;Foto des Git-Buches&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist ein wirklich tolles Gefühl, ein so großes Projekt abgeschlossen
zu haben und das Ergebnis in den Händen zu halten. &amp;ndash; Jetzt erst
mal abwarten, wie so die Rückmeldungen ausfallen. ;-)&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Urlaub fürs Gehirn</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-06/urlaub-f%C3%BCrs-gehirn.html" />
    <updated>2011-06-21T20:02:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-06/urlaub-fürs-gehirn</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Habe eben das neue KIZ-Album gehört. Im Vergleich zum vorherigen ist
es immerhin mal wieder hörbar, aber leider mit vielen nervigen Hooks.
Gut gefällt mir der 8-Minuten-&quot;Wir-featuren-Alle&quot;-Track. Beste Line
des Albums: &quot;Wie watt hier Dubstep-Remix Alta, dit ist doch Polka!&quot;
&amp;ndash; So true.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Bookdump</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-06/bookdump.html" />
    <updated>2011-06-13T18:30:00+02:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-06/bookdump</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich hatte mir ja vorgenommen, zu dokumentieren, welche Bücher ich
lese, und was ich dazu denke &amp;ndash; ganz schön ehrgeizig! Nun fällt
es mir aber schwer, alle Bücher, die ich in den vergangenen drei
Monaten gelesen habe, einzeln zu beschreiben. Daher hier ein
&quot;Bookdump&quot; der Bücher, deren Titel ich zumindest noch erinnere (denn
das ist meist ein gutes Zeichen!).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;le Carré: Out Kind of Traitor&lt;/strong&gt;, ganz nett, kommt aber
m.E. nicht an die früheren Bücher (z.B. &quot;A perfect Spy&quot;) heran; dafür
interessant modernes Setting &amp;ndash;
&lt;strong&gt;Lenin: Was tun?&lt;/strong&gt; &amp;ndash;
&lt;strong&gt;Alaa al-Aswani: Der Jakubijân-Bau&lt;/strong&gt; &amp;ndash;
&lt;strong&gt;Anonymous: Traktat über die drei Betrüger&lt;/strong&gt;, für
Interessierte der Religionskritik ein &quot;Grundlagendokument&quot; &amp;ndash;
&lt;strong&gt;Enzensberger: Versuch über den radikalen Verlierer&lt;/strong&gt;,
leider nur ein Versuch, ruhig überraschen lassen ohne den Klappentext
zu lesen! &amp;ndash;
&lt;strong&gt;Schätzing: Limit&lt;/strong&gt;, schwach, nachdem mir sein Erstling
eigentlich gut gefallen hatte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schneller lesen, besser verstehen&lt;/strong&gt; &amp;ndash; In der U3
auf dem Weg zur FU Berlin sowie dort in der Mensa kann man kaum der
grell-orangen Werbung entkommen, die einem den Kurs zum Besseren Lesen
verkaufen wollen. Da mich das Thema interessiert, habe ich mir für
einen Zehner das Buch zum Kurs gekauft. Leider (oder zum Glück!) lag
ich in den Einstufungsselbsttests noch über dem, was das Buch als Ziel
versprach. Es war allerdings interessant zu reflektieren, wie Menschen
eigentlich lesen. Gerade für Viel-Leser an der Uni sicherlich ein
Gewinn, wenn man denn die Zeit investiert...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chomsky: Hopes and Prospects&lt;/strong&gt; &amp;ndash;
&lt;strong&gt;Chomsky &amp;amp; Pappé: Gaza in Crisis&lt;/strong&gt; &amp;ndash;
Die beiden neusten Chomsky'schen Essaysammlungen sind nach alter
Manier langweilig und iteriert. (Was der Notwendig- und Richtigkeit der
Darstellung natürlich keinen Abbruch tut! &amp;ndash; Chomsky ist nunmal
offensichtlich nicht an mitreißenden Formulierungen interessiert. Er
ist Dokumentar, kein Literat.) Was allerdings in meinen Augen neu ist,
ist die Aktualität, mit der Chomsky über gerade mal wenige Monate
zurückliegende Ereignisse reflektiert. Auch findet er einmal
ausführliche und klare Worte zum Thema Israel/Gaza, was im
Wesentlichen dem entspricht, was sein Protégée Norman G. Finkelstein
bisher dazu veröffentlicht hat; die Zusammenarbeit mit Pappé
bereichert das Buch außerdem ungemein. Leseempfehlung, unbedingte!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schmidt-Salomon: Jenseits von Gut und Böse&lt;/strong&gt; &amp;ndash;
Ich hatte Schmidt-Salomon bei einer Podiumsdiskussion in der Urania
vor einigen Wochen gesehen, in der er einige der Thesen seines Buches
debattierte. Während sich die beiden Diskutierenden sehr an
Kleinigkeiten aufhängten, hat das Buch bei mir einen sehr
&quot;vollendeten&quot; Eindruck hinterlassen: Eine
wissenschaftlich-atheistische Weltsicht, untermauert und motiviert
durch Empirie und Logik.
Am interessantesten fand ich übrigens das Nachwort zur fünften
Auflage, wo Schmidt-Salomon das &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Emergenz&quot;&gt;Emergenzprinzip&lt;/a&gt; diskutiert.
&amp;ndash; Nachdem ich diesen Versuch von Prechts, mit &quot;Wer bin ich, und
wenn ja wie viele?&quot; Philosophie massentauglich zu vermarkten, eher
nicht so gelungen fand, erscheint mit dieser offensichtlich von
Nietzsche beeinflusste Titel (und nicht nur der Titel) als gelungen.
In gewissem Maße ist es auch eine Anleitung zum Glücklich-sein.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Ägypten und der Nil</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-03/%C3%84gypten-und-der-nil.html" />
    <updated>2011-03-08T03:51:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-03/Ägypten-und-der-nil</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Der Nil zieht sich &lt;a href=&quot;http://maps.google.com/maps?f=q&amp;amp;source=s_q&amp;amp;hl=en&amp;amp;geocode=&amp;amp;q=nile,+egypt&amp;amp;aq=&amp;amp;sll=-36.380828,174.663555&amp;amp;sspn=19.273861,46.274414&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;hq=&amp;amp;hnear=Nile,+Egypt&amp;amp;ll=26.804461,31.904297&amp;amp;spn=11.087303,23.137207&amp;amp;t=p&amp;amp;z=6&quot;&gt;wie ein grünes Band&lt;/a&gt; durch Ägypten. Fraglos
profitiert Ägypten von allen acht am Nil anliegenden Ländern momentan am
meisten vom Nil, nicht zuletzt ob des gigantisch ausgedehnten
Nil-Deltas. Diese Acht Länder haben sich Ende der Neunziger zu der
&lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Nile_Basin_Initiative&quot;&gt;Nil Basin Initiative&lt;/a&gt; zusammengeschlossen, doch die Stimmung ist
alles andere als gut:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Representatives of upstream countries [Rwanda, Uganda, Kenya and
others] said they were &quot;tired of first getting permission from
Egypt before using river Nile water for any development project
like irrigation&quot;, as required by a treaty signed during the
colonial era between Egypt and Britain in 1929.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Fefe &lt;a href=&quot;http://blog.fefe.de/?ts=b38bdc53&quot;&gt;verlinkt&lt;/a&gt; auf ein &lt;a href=&quot;http://de.rian.ru/opinion/20110305/258499136.html&quot;&gt;interessantes Interview&lt;/a&gt;, der auf
die Tatsache hinweist, dass Ägypten in den kommenden Jahren unter
massiver Wasserknappheit leiden wird. Das geht auf eine
&lt;a href=&quot;http://www.newvision.co.ug/D/8/12/747927&quot;&gt;Vertragsunterzeichnung Burundis letzte Woche&lt;/a&gt; zurück:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Burundi has now joined Uganda, Rwanda, Tanzania, Ethiopia and
Kenya in agreeing to the deal, which seeks to strip Egypt of its
long-held rights to the Nile.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Wie krass sich die Situation daher für Ägypten (und besonders die
großen Städte am Nil-Delta) zuspitzen wird, kann man daran erkennen,
wie sehr sich die Ägypter &lt;a href=&quot;http://www.newvision.co.ug/D/8/12/747927&quot;&gt;momentan am Nilwasser bedienen&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Egypt’s 80 million inhabitants draw about 90 percent of their
water needs from the Nile. Cairo maintains that, even by the
favourable terms of current agreements, its water needs cannot be
met by the Nile alone after 2017.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Es gibt so gut wie keine Ägypter, die &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Geography_of_Egypt&quot;&gt;nicht auf den Nil angewiesen
sind&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;[T]he Nile Valley and Nile Delta are the most important regions,
being the country's only cultivable regions and supporting about
99% of the population ...&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Wenn dieser Vertrag von den Ländern stromaufwärts ratifiziert wird,
dann könnte das gut die Grundlage des ersten ernsthaften und in aller
Öffentlichkeit ausgetragenen Wasserkrieges werden. &amp;ndash;
Im Gegensatz zu Gaza und der West Bank, wo &lt;a href=&quot;http://www.chomsky.info/articles/20040223.htm&quot;&gt;die Intention Israels, den
Palästinensern die Wasserzufuhr abzuschneiden&lt;/a&gt;, häufig
vernachlässigt wird.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Revolution und Wahlen in Subsahara-Afrika?</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-03/revolution-und-wahlen-in-subsahara-afrika.html" />
    <updated>2011-03-02T10:52:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-03/revolution-und-wahlen-in-subsahara-afrika</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Al Jazeera hat einen &lt;a href=&quot;http://english.aljazeera.net/indepth/features/2011/02/201122164254698620.html&quot;&gt;interessanten Artikel&lt;/a&gt;, der die Tunesische
bzw. Ägyptische Revolution und die Bedeutung für den &lt;em&gt;afrikanischen&lt;/em&gt;
Kontinent beleuchtet &amp;ndash; im Gegensatz zum Großteil der Medien, die
nur über die Implikationen für die Islamische Welt und Israel
berichten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn 2011 ist quasi das &quot;Mega-Wahljahr&quot; für den afrikanischen
Kontinent, denn:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Elections are scheduled in more than 20 countries across the
continent, including Zimbabwe and Nigeria.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Eine wichtige Erkenntnis ist natürlich die folgende:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&quot;I think it's important to keep in mind that African youth are far
more plugged in than most people realise. The spread in mobile
phones has made it possible for people to connect to applications
like Facebook or Twitter on their telephones,&quot; says Nanjala [a
political analyst at the University of Oxford]...&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Während das in den nordafrikanischen Staaten anscheinend wirklich der
Fall ist, konnte ich dieses Phänomen in Tansania bzw. den umliegenden
Ländern nicht beobachten; dort ist zwar eine Teils sehr gute
Mobilfunkinfrastruktur vorhanden &amp;ndash; die Telefone aber sind in den
seltensten Fällen Smartphones, und die Provider bieten meist keinen
Internetzugang an.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nanjala hat einen weiteren guten Punkt, der gerade auch im deutschen
Sprachraum häufig falsch verstanden wird (siehe &quot;Twitter- und
Facebook-Revolution&quot;):&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&quot;At the same time, I think most analysts are overstating the
influence of social media on the protests.&quot;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Wesentlich ist nicht Facebook, sondern die Kommunikation. Was für die
Jugendlichen vor ein paar Jahren noch Foren, und vor ein paar mehr
Jahren noch E-Mail und Newsgruppen &amp;ndash; das sind heute Facebook und
Twitter. Es ist also vielmehr eine &quot;Vernetzungsrevolution&quot;, ganz
unabhängig von der verwendeten Plattform. Man nutzt nunmal, was man
hat.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&quot;There are lots of Africans too who are young, unemployed, who see
very few prospects for their future in countries ruled by the same
old political elite that have ruled for 25 or 30 or 35 years,&quot; says
CSM [Chrstian Science Monitor] Africa bureau chief Scott Baldauf.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Diese Situation ist natürlich vor allem in den von Landflucht schwer
destabilisierten Hauptstädten der Länder prävalent. Die Frage ist nur:
Wird sich die Revolution auch &quot;entzünden&quot;, oder bleibt es bei einigen
wenigen Protestlern?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und da spricht Baldauf einen sehr wichtigen Punkt an, den man nicht
vernachlässigen darf:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&quot;All the same dry wood of bad governance is stacked in many African
countries, waiting for a match to set it alight,&quot; says Baldauf. &quot;But
it takes leadership. It takes civil society organisation,&quot; something
the CSM Africa bureau chief fears countries south of the Sahara do
not have at the same levels as their North African neighbours.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;So eine Revolution passiert nicht einfach so. Auch wenn das alles sehr
spontan aussieht auf den Bildern und in den Berichten &amp;ndash; dahinter
steckt eine unglaubliche Menge an Organisation, die mit einer
gleichsam starken Willensstärke (meist geprägt durch Hass statt
Resignation) ausgeführt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Apropos: Im Osten Libyens scheint diese Selbstorganisation ziemlich
gut zu funktionieren. Wie das so nach einer Revolution aussieht, kann
man bei &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-02/fs-libyen-28-02-2&quot;&gt;dieser Fotostrecke der Zeit&lt;/a&gt; sehen, die meisten der Fotos
sind aus &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Bengasi&quot;&gt;Bengasi&lt;/a&gt;, einer Hafenstadt im Osten Libyens, in der ca.
ein Zehntel der libyschen Bevölkerung lebt.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">&quot;Blood in the Mobile&quot;</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-02/blood-in-the-mobile.html" />
    <updated>2011-02-13T20:07:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-02/blood-in-the-mobile</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich habe Freitag &lt;a href=&quot;http://videos.arte.tv/de/videos/blood_in_the_mobile-3688340.html&quot;&gt;bei Arte&lt;/a&gt; die deutsche Übersetzung eines
Dokumentarfilmes über Mineralienhandel im Kongo (DR), &lt;a href=&quot;http://bloodinthemobile.org/&quot;&gt;&quot;Blood In the
Mobile&quot;&lt;/a&gt; gesehen. Der Film beleuchtet den folgenden Sachverhalt:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Im Kongo werden diverse Mineralien, die wir u.a. für die Verwendung
in Mobiltelefonen benötigen, unter unmenschlichen Bedingungen
abgebaut.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Bergbau im Ostkongo wird von Rebellentruppen und autonomen
Splittergruppen ehemaliger Militärs kontrolliert, die von den
illegal erhobenen Zöllen leben (man könnte es auch Schutzgelderpressung
nennen).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Firmen wie Nokia wissen seit 2001, dass sie sog.
&quot;Konfliktmineralien&quot; in ihren Telefonen verbauen. Die Pressesprecher bei
Nokia können aber bei aller Beteuerung irgendwie nicht den Eindruck erwecken,
dass sie sich wirklich darum kümmern würden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;


&lt;p&gt;Der Film bietet diverse beeindruckende Bilder. So zum Beispiel am
Anfang die Korruptionsszene mit dem Wasserverkäufer, oder die
provisorischen Dörfer und Grenzposten (mit Plastikstühlen) nahe der
Minen. Die Szenen im eigentlichen Bergwerk sind bestürzend. In dem
Teil der Doku, der im Osten des Kongo spielt, sprechen die Leute sehr
viel Kiswahili.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An dieser Stelle möchte ich gerne auf das &lt;a href=&quot;http://blogs.taz.de/kongo-echo/&quot;&gt;Kongo-Echo&lt;/a&gt;
hinweisen, das Blog des taz-Korrespondenten Dominic Johnson. Dort
schreibt er regelmäßig zu Themen, die vor allem den Ostkongo
betreffen. Unter anderem über &lt;a href=&quot;http://blogs.taz.de/kongo-echo/2010/11/01/pluenderung_als_kongo-kriegsverbrechen/&quot;&gt;folgendes&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Können Unternehmen, die Rohstoffe aus den Kriegsgebieten im Osten
der Demokratischen Republik Kongo, wegen Mitverantwortung für
Kriegsverbrechen dort haftbar gemacht werden?&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Im September 2010 hatte der kongolesische Präsident Joseph Kabila ein
Bergbauverbot für den gesamten Ostkongo verhängt (Kongo-Echo dazu:
&lt;a href=&quot;http://blogs.taz.de/kongo-echo/2010/09/28/bergbauverbot_im_ostkongo_i/&quot;&gt;Teil 1&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://blogs.taz.de/kongo-echo/2010/10/01/bergbauverbot_im_ostkongo_ii/&quot;&gt;Teil 2&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://blogs.taz.de/kongo-echo/2010/10/06/bergbauverbot_im_ostkongo_iii_und_schluss/&quot;&gt;Teil 3&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich finde den Kongo faszinierend, und würde gerne einmal dahin reisen.
Allerdings kann ich das in absehbarer Zeit noch nicht verwirklichen
&amp;ndash; nicht, weil es zu gefährlich ist, sondern weil man im
Zweifelsfall sehr viel Geld braucht (sprich: hundert oder mehr Dollar
am Tag), um entsprechende Bestechungsgelder zu zahlen. Sonst kommt man
da als Weißer möglicherweise in sehr hässliche Situationen, je nachdem
wo und wie man dort lang reist. Ich habe mal einen  &lt;a href=&quot;http://amzn.com/1841622338&quot;&gt;sehr guten
Reiseführer über DR Congo und Congo-Brazzaville&lt;/a&gt; gelesen, den ich
nur jedem empfehlen kann, der dort hin reisen will.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">&quot;Unser Browser ist schneller&quot;</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-02/unser-browser-ist-schneller.html" />
    <updated>2011-02-06T19:16:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-02/unser-browser-ist-schneller</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Lacher bei der Sonntagabendlektüre der taz: Der Geschäftsführer der
Mozilla-Foundation &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/leben/taz-medienkongress-2011/artikel/1/wir-verbinden-freibier-mit-werten-1/&quot;&gt;auf die Frage, was das Besondere an Firefox
sei&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Unser Browser ist schneller, ...&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Das erinnert mich irgendwie an &lt;a href=&quot;http://www.die-witze-seite.de/witze/bauern-witz-nr-49&quot;&gt;diesen Witz&lt;/a&gt; -- man muss nur einen
viel langsameren Konkurrenten auftreiben, schon erscheint Firefox
schnell. Wobei... sogar der Internet-Explorer scheint mir heutezutage
ähnlich schnell zu sein.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Straßen im Sudan</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-01/stra%C3%9Fen-im-sudan.html" />
    <updated>2011-01-31T00:30:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-01/straßen-im-sudan</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Man kann sich nur schwer klarmachen, &lt;em&gt;wie&lt;/em&gt; verlassen und
unterentwickelt manche Landstriche in Afrika sind, vor allem abseits
der Küstenlinien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Angesichts der Abstimmung über die Abspaltung des Südsudan, die Anfang
Januar stattfand, sieht man das aber wieder sehr gut. Al Jazeera zieht
einen &lt;a href=&quot;http://english.aljazeera.net/news/africa/2011/01/201111513594958973.html&quot;&gt;anschaulichen Vergleich&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;UN helicopter crews will assist organisers in picking up ballot
papers from the remote countryside of a vast, underdeveloped region
which has just 40km (25 miles) of paved road for an area the size of
France and Belgium combined.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Heftig, heftig. Siehe auch &lt;a href=&quot;http://www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml?indicator=123&quot;&gt;diese Auflistung von Ländern, sortiert
nach Straßendichte&lt;/a&gt;, auf der der Sudan auf Platz 168 von 175 liegt,
vor Mali, Niger, Tschad (genau so sehr Wüstenstaaten wie der Sudan)
und &amp;ndash; Grönland.&lt;/p&gt;
</content>
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    <title type="html">Überhört: Hundedialoge</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-01/%C3%9Cberh%C3%B6rt-hundedialoge.html" />
    <updated>2011-01-28T12:08:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-01/Überhört-hundedialoge</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Eben im Park beim Joggen überhört: &quot;Die beschissene Welt wird ihre
Strafe noch bekommen...&quot; Normalerweise würde ich mich wundern, wenn
jemand so etwas vor sich hin murmelt. Allerdings war er mit seinem
Hund unterwegs. &amp;ndash; Ich glaube, die meisten Leute, die alleine mit
ihrem Hund gehen, denken so.&lt;/p&gt;
</content>
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    <title type="html">Bombenwetter</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-01/bombenwetter.html" />
    <updated>2011-01-28T12:04:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-01/bombenwetter</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Das &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/B004FWPVWQ&quot;&gt;Neue Album von Pi&lt;/a&gt; ist draußen. Und es spricht mir aus dem Herzen:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Alle sind unzufrieden, doch ich find's eigentlich okay ... krempel' die
Ärmel hoch, hab genug vom Gemecker, geh raus &amp;ndash; Sonnebrille auf, es ist
Bombenwetter!&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
</content>
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    <title type="html">Monrovia, Liberia</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-01/monrovia-liberia.html" />
    <updated>2011-01-28T11:03:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-01/monrovia-liberia</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34094/1.html&quot;&gt;Interessanter Artikel in der Telepolist&lt;/a&gt; über &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ausflaggung&quot;&gt;Ausflaggung&lt;/a&gt;
(&lt;a href=&quot;http://blog.fefe.de/?ts=b3bcf3a1&quot;&gt;via&lt;/a&gt;). Und wie immer: Wenn man genauer hinschaut, wird's
unappetitlich:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Das Schifffahrtsregister des Staates Liberia ist nicht etwa
in Afrika, sondern in Reston im US-Staat Virginia ansässig. Wer sein
Schiff nach Liberia ausflaggt, muss also nicht in die Bürgerkriegs-
und AIDS-Metropole Monrovia reisen, sondern kann ganz bequem über
das Internet in den USA gleich die zughörigen Briefkastenfirmen
mitbuchen. Von diesem Angebot machen auch deutsche Schiffsreeder bei
427 Schiffen Gebrauch - dass dadurch der Bürgerkrieg in
Liberia und Sierra Leone mit Genehmigung des deutschen
Verkehrsministeriums quersubventioniert wird, ist dabei nur eine
weitere Unappetitlichkeit im Flaggenstreit.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Nun, dass mit dem &quot;AIDS-verseuchte Metropole&quot; würde ich angesichts
einer geschätzten HIV-Infektionsrate von &lt;a href=&quot;https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/li.html&quot;&gt;weniger als 2% in ganz
Liberia&lt;/a&gt; mal als gutgemeinte Übertreibung ansehen, da gibt's ja
Städte, die fünf- bis zehnmal so hohe Infektionsraten haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der zweite Bürgerkrieg ist 2003 zu Ende gegangen (das war einer dieser
Bürgerkriege, die den Filmen über Kindersoldaten Vorbild stehen). Aber
schön sind &lt;a href=&quot;http://www.nytimes.com/2009/05/21/opinion/21kristof.html&quot;&gt;die Zustände&lt;/a&gt; dort noch keinesfalls:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt; Of course, children are raped everywhere, but what is happening in
 Liberia is different. The war seems to have shattered norms and
 trained some men to think that when they want sex, they need simply
 to overpower a girl. Or at school, girls sometimes find that to get
 good grades, they must have sex with their teachers.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; “Rape is a scar that the war left behind,” said Dixon Jlateh, an
 officer in the national police unit dealing with sexual violence.
 “Sexual violence is a direct product of the war.”&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Aber solche kleine Unannehmlichkeiten kann man doch getrost ignorieren
&amp;ndash; so schlimm wird's nicht sein, und die Büros kann man ja in den
USA betreiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Immer dieses beschissene Hintenrum.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Buch &amp;ndash; Wohlstand für viele</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-01/buch-wohlstand-f%C3%BCr-viele.html" />
    <updated>2011-01-22T17:56:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-01/buch-wohlstand-für-viele</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich versuche, von nun an jedes Buch, das ich gelesen habe (und lesenswert
finde) hier mehr oder weniger ausführlich zu besprechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3570551172&quot;&gt;&lt;img
style=&quot;float:left; margin: 0 .5em .5em 0; width:100px; border:0;&quot;
src=&quot;/img/jdsachs-wohlstand-fuer-viele.jpg&quot;
alt=&quot;Jeffrey D. Sachs: Wohlstand für viele&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gerade eben bin ich mit dem Buch &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3570551172&quot;&gt;&quot;Wohlstand für viele&quot;&lt;/a&gt; von
&lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Jeffrey_D_Sachs&quot;&gt;Jeffrey D. Sachs&lt;/a&gt; fertig geworden. Das Buch könnte man wohl gut als
populärwissenschaftliche, breit aufgestellte Einführung in
Makroökonomie, Geographie und Umweltschutz bezeichnen. In jedem Fall
lesenswert!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sachs, der unter anderem vier Jahre Lang leider des UN-Projektes zur
Umsetzung der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Millennium-Entwicklungsziele&quot;&gt;Millenium-Entwicklungs-Ziele&lt;/a&gt; war, beschreibt anhand
vieler Beispiele im großen und kleinen, wie funktionierende
internationale Zusammenarbeit zu Themen wie Umweltschutz, Klimawandel
oder Entwicklungshilfe ausehen sollte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viele der Phänomene und Probleme, die Sachs anspricht, kannte ich bzw.
habe sie schon selbst erlebt in Tansania. Zwei Sachen waren allerdings
fast völlig neu für mich:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Sachs vertritt die These, dass wir die Weltbevölkerung
schnellstmöglich auf einem so niedrigen Niveau wie möglich
stabilisieren müssen &amp;ndash; bestenfalls bei acht Miliarden
Menschen. Das wird vor allem den von extremem Bevölkerungswachstum
geplagten Ländern (Subsahara-Afrika) helfen, aus mehreren Gründen:

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Bei der Rate des aktuellen Bevölkerungswachstums muss (das
ohnehin weltweit gesehen unterdurchschnittlich fruchtbare)
Ackerland noch mehr Menschen ernähren; die Folge sind Übernutzung
(die zu Erosion und, wenn dies im großen Stil passiert, kurzzeitig
zu niedrigeren Erträgen und langfristig bis hin zu Verwüstung
führt) und Waldrodung, um neue Anbauflächen zu gewinnen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Befreiung aus der &quot;Armutsfalle&quot; kann nur dann erfolgen, wenn
einzelne Familien genug finanzielle Mittel haben, um ihren Kindern
eine vernünftige Ausbildung zu garantieren; das bedeutet, dass sie
statt auf Quantität auf Qualität setzen sollten, und lieber ihre
drei Kinder auf eine weiterführende Schule schicken sollten,
anstatt ihre acht Kinder nur auf Primärschulen und später aufs
Geld schicken zu können.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Bei einer so rapide wachsenden Bevölkerung ist es bei
Infrastruktumaßnahmen schon fast vorprogrammiert, dass diese a) zu
klein dimensioniert oder, wenn auf das kommende
Bevolkerungswachstum eingestellt, b) nicht bezahlbar oder in
akzeptabler Zeit durchfürbar sind.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ein zurückgehender Jugendüberschuss wird der Stabilität der
gesamten Region zuträglich sein (siehe &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Youth_bulge#Youth_bulge&quot;&gt;Youth Bulge&lt;/a&gt;, besonders
mit Augenmerk auf Darfur und die gesamte Region am Horn von Afrika).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die oben schon erwähnten Millenium-Entwicklungs-Ziele. Von denen
hatte ich mal irgendwo gehört, aber sie nicht wirklich weiter
beachtet. Natürlich hält Sachs diese Ziele in seinem Buch sehr hoch,
und er erläutert auch gut die Motivationen, Probleme und bereits
erzielten Erfolge hinter einzelnen Teilprojekten.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;


&lt;p&gt;Sachs erläutert außerdem einige Thesen, die nicht gerade neu, aber
auch nicht wirklich im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert sind:
Dass das Öl ausgeht, ist nicht das Problem, sondern, dass wir zu
langsam auf neue Energieträger migrieren; Ein Umschwung im Kampf gegen
den Klimawandel kann man beschleunigen, wenn man nur entsprechende
finanzielle Mittel für die Forschung bereitstellt; Entwicklungshilfe führt
nicht zu apathischer Empfängermentalität in Drittweltstaaten; Gut
geplante und entsprechend finanzierte Entwicklungshilfeprojekte lassen
sich durchaus in großem Stile (also z.B. landesweit, und nicht nur
regional stark begrenzt) erfolgreich durchführen; Erwirtschaftung von
Reichtum muss nicht auf Kosten Mittelloser (sprich: Ausbeutung)
basieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Interessanterweise preist Sachs besonders Informationstechnologie als
Entwicklungskatalysator an. Das Internet auf der einen Seite, vor
allem aber unterstreicht er wiederholt die Nützlichkeit eines
funktionierenden Mobilfunknetzes, gerade in ländlichen Regionen.
(Siehe auch die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Grameen_Bank&quot;&gt;Grameen Bank&lt;/a&gt;, die &quot;Erfinder der Mikrokredite&quot;,
die das Projekt &lt;a href=&quot;http://www.villagephonedirect.org/contents/&quot;&gt;&quot;Village Phone&quot;&lt;/a&gt; initiiert haben.) &amp;ndash; Dass
Kommunikationstechnologie ein solcher Entwicklungskatalysator ist, war
mir zwar klar, allerdings hatte ich bisher nie das Gefühl, dass das
auf &quot;höheren Ebenen&quot; und von den (meist älteren) Leuten, die etwas zu
sagen haben, auch so gesehen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Buch ist leider wenig kritisch. Es wird nie adäquat auf die Rolle
von großen Lobbyorganisationen und Interessensverbänden eingegangen,
die die Politik häufig in Bahnen lenken, die nicht unbedingt vom
(kritischen) Volk gutgeheißen werden. Leider scheint doch vielfach das
Bild des &quot;Zahnlosen Papiertigers UN&quot; durch.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Bestellen bei Amazon</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-01/bestellen-bei-amazon.html" />
    <updated>2011-01-22T16:46:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-01/bestellen-bei-amazon</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich wollte eben Bücher bei Amazon bestellen. &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Hopes-Prospects-Noam-Chomsky/dp/0141045302&quot;&gt;Hopes and Prospects&lt;/a&gt;
von Noam Chomsky erscheint aber im Taschenbuch erst in ein bis zwei
Wochen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf der Bestellseite hat mir Amazon dann mitgeteilt, dass alle Bücher
gemeinsam versandt werden (also auch die anderen erst ankommen werden,
wenn &lt;em&gt;Hopes and Prospects&lt;/em&gt; erschienen ist) &amp;ndash; und wenn ich das
getrennt versenden lassen würde, tät's mehr kosten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da lass ich mich doch nicht lumpen &amp;ndash; ich habe einfach zwei
Einzelbestellungen aufgegeben. Komisches Konzept.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Religiöse Verfolgung von Nichtreligiösen</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-01/religi%C3%B6se-verfolgung-von-nichtreligi%C3%B6sen.html" />
    <updated>2011-01-17T20:21:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-01/religiöse-verfolgung-von-nichtreligiösen</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich beobachte schon seit geraumer Zeit die &lt;a href=&quot;http://www.giordano-bruno-stiftung.de/&quot;&gt;Giordano-Bruno-Stiftung&lt;/a&gt;.
Interessantes Detail aus dem Jahresrückblick:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Auch die von der gbs mitinitiierte Kampagne &quot;Asyl für Ex-Muslime&quot; konnte 2010
einen ersten Erfolg verbuchen: Siamak Zare, Gründungsmitglied des Zentralrats
der Ex-Muslime, erhielt 2010 den Flüchtlingsstatus, womit erstmals
behördlicherseits anerkannt wurde, dass auch religionsfreie Menschen religiös
verfolgt werden.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Der Sprecher der Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, hat außerdem für die
Stiftung das lesenwerte &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Manifest-evolution%C3%A4ren-Humanismus-zeitgem%C3%A4%C3%9Fe-Leitkultur/dp/3865690114&quot;&gt;Manifest des evolutionären Humanismus&lt;/a&gt; geschrieben.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html">Petition für Offene WLANs</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-01/petition-f%C3%BCr-offene-wlans.html" />
    <updated>2011-01-16T20:31:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-01/petition-für-offene-wlans</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=15983&quot;&gt;Petition: Netzzugang &amp;ndash; Rechtsnorm für Zugang zu kabellosen Netzwerken&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Derzeit ist der Betreiber eines WLAN auf Grund der Rechtsprechung
verpflichtet, sein Netzwerk mit der verfügbaren Technik gegen Zugriffe
Dritter zu sichern. Obwohl dem Gesetzgeber bekannt ist, dass die
Verschlüsselungsmethoden erfolgreich angegriffen wurden, droht dem Besitzer
eines WLAN-Zugangspunkt ggf. Repressionen zivil- oder strafrechtlicher Natur,
wenn er auf eine Verschlüsselung verzichtet und sein WLAN im Sinne einer
sozial gerechten Gesellschaft teilt.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
</content>
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    <title type="html">Heizung</title>
    <link href="http://blog.plenz.com/2011-01/heizung.html" />
    <updated>2011-01-06T00:46:00+01:00</updated>
    <id>http://blog.plenz.com/2011-01/heizung</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Die vergangenen Tage dachte ich, ich sei zu blöde, um meine Heizung zu
bedienen. Nun habe ich das Thermostat abgeschraubt und festgestellt,
dass der Stift nicht raus kommt (je weiter raus &amp;ndash; desto wärmer).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So eine Temperatur wie gerade in meinem Zimmer wünscht sich jedes
Rechenzentrum.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Update:&lt;/em&gt; Ich habe die Heizung gerade mit einer Flachzange und etwas
Olivenöl repariert.&lt;/p&gt;
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